Wenn Lebensmittel im Müll landen, verlieren Sie auch das dafür ausgegebene Geld. 2022 fielen in deutschen Privathaushalten rund 6,3 Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle an – 74,5 Kilogramm pro Person. Dazu zählen auch nicht essbare Teile wie Schalen und Knochen; die gesamte Menge ist daher nicht vermeidbar.

Wenn Sie Ihre Vorräte prüfen, beim Einkauf passende Mengen wählen und Lebensmittel richtig lagern, werfen Sie weniger weg. Wie viel Geld Sie sparen, hängt davon ab, was und wie viel Ihr Haushalt bisher entsorgt.

Mahlzeiten für die Woche planen

Prüfen Sie vor dem Einkauf Kühlschrank, Gefrierfach und Vorratsschrank. Schreiben Sie auf, welche Lebensmittel bald aufgebraucht werden sollten, und planen Sie damit zuerst eine Mahlzeit. So bleibt Gemüse nicht vergessen in der Schublade liegen, während Sie neue Zutaten kaufen.

Richten Sie die Mahlzeiten an Ihrem Alltag aus. Planen Sie ein, an welchen Tagen Sie zu Hause essen und wann wenig Zeit zum Kochen bleibt. Beziehen Sie auch ein, ob Gäste kommen. Legen Sie für empfindliche Lebensmittel eher Gerichte zu Beginn der Woche fest. Planen Sie außerdem ein Gericht mit länger haltbaren Zutaten oder ein flexibles Resteessen ein. So können Sie den Plan ändern, wenn etwas dazwischenkommt.

Schreiben Sie den Einkaufszettel erst, wenn der Plan steht. So kaufen Sie gezielter und können Zutaten, die in mehreren Gerichten vorkommen, gemeinsam einplanen. Vor dem nächsten Einkauf prüfen Sie, was übrig geblieben ist. Wenn regelmäßig bestimmte Lebensmittel verderben, passen Sie die Menge oder den Platz im Wochenplan an.

Die passende Menge kaufen

Orientieren Sie sich beim Einkauf daran, wie viele Personen tatsächlich mitessen und wie oft Sie die jeweilige Zutat verwenden. Pauschale Mengen passen nicht zu jedem Haushalt. Wenn Sie unsicher sind, kaufen Sie bei leicht verderblicher Ware zunächst nur die Menge, die für die geplanten Mahlzeiten vorgesehen ist.

Großpackungen und Angebote lohnen sich nur, wenn Sie den Inhalt rechtzeitig verbrauchen oder einfrieren. Vergleichen Sie den Grundpreis pro Kilogramm oder Liter und überlegen Sie zugleich, wie viel Sie tatsächlich verbrauchen. Eine günstigere Packung spart kein Geld, wenn ein Teil davon später im Abfall landet.

Sie können frische Lebensmittel außerdem über die Woche verteilt einkaufen, statt alle für sieben Tage auf einmal zu besorgen. Salat und andere empfindliche Produkte können Sie früh in der Woche einplanen und bei Bedarf später nachkaufen. Kohl oder Wurzelgemüse halten sich länger und eignen sich eher für spätere Mahlzeiten. Welche Produkte wie lange frisch bleiben, hängt von der Sorte und der Lagerung ab.

Lebensmittel richtig lagern

Räumen Sie die Lebensmittel nach dem Einkauf gleich an den passenden Platz und stellen Sie ältere Lebensmittel nach vorn. So sehen Sie schneller, was zuerst verwendet werden sollte. Beachten Sie dabei die Lagerhinweise auf der Verpackung, denn eine einzige Kühlschrankregel passt nicht für alle Lebensmittel.

In den Kühlschrank gehören leicht verderbliche Produkte. Fleisch und Fisch lagern am besten in der kältesten Zone, bei den meisten Geräten unten. Zubereitete Speisen und Milchprodukte kommen in die kühleren Innenfächer; in der Tür ist es wärmer. Die Verbraucherzentrale empfiehlt eine Kühlschranktemperatur von höchstens sieben Grad Celsius.

Auch Obst und Gemüse brauchen je nach Sorte unterschiedliche Bedingungen. Salat und viele Beeren gehören in den Kühlschrank. Tomaten, Gurken, Zucchini und Kartoffeln lagern eher bei Zimmertemperatur. Äpfel geben ein Reifegas ab und sollten Abstand zu empfindlichem Obst und Gemüse haben. Mehl, Reis und Nudeln halten länger, wenn sie trocken, kühl und gut verschlossen lagern.

Frieren Sie Lebensmittel, die Sie nicht bald verbrauchen, für später ein, sofern sie sich dafür eignen. Beschriften Sie die Behälter mit Inhalt, Menge und Einfrierdatum. Tiefkühlgeräte sollten auf minus 18 Grad Celsius eingestellt sein.

Reste sicher weiterverwenden

Planen Sie Reste als Zutaten für eine spätere Mahlzeit ein. Übrig gebliebenes Gemüse passt in eine Suppe, ein Omelett oder eine Pfanne. Gekochte Erbsen lassen sich zum Beispiel in Salat oder Pastasauce geben. Brot können Sie rechtzeitig einfrieren oder für ein weiteres Gericht verwenden. Kleine Mengen sammeln Sie am besten in einer gut sichtbaren Box im Kühlschrank.

Kühlen Sie zubereitete Speisen passend und achten Sie auf saubere Behälter und Küchenutensilien. Die Lagerdauer hängt vom jeweiligen Gericht und den Lagerbedingungen ab. Prüfen Sie Reste vor dem Verzehr und entsorgen Sie sie, wenn sie verdorben wirken.

Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) gibt an, bis wann ein Lebensmittel bei richtiger Lagerung seine typischen Eigenschaften behält. Ein überschrittenes MHD bedeutet nicht automatisch, dass das Produkt verdorben ist. Bei geeigneten Lebensmitteln können Sie mit Aussehen, Geruch und Geschmack prüfen, ob sie noch genießbar sind. Das Verbrauchsdatum ist anders zu behandeln: Bei leicht verderblichen Lebensmitteln wie frischem Fleisch oder Fisch sollten Sie das Produkt nach diesem Datum nicht mehr verzehren.