Rollläden hängen das ganze Jahr an der Fassade. Auf ihnen sammeln sich Staub, Pollen, Vogelkot und Abgase an. Auf der Wetterseite haftet der Schmutz besonders hartnäckig, weil Wind und Regen die Lamellen zusätzlich belasten.

Zwei bis drei Reinigungen pro Jahr verhindern, dass sich Schmutz festsetzt und die Mechanik beschädigt wird. Dafür genügen Spülmittel, Wasser und ein weiches Tuch. Spezialreiniger sind unnötig.

Was Sie zum Reinigen brauchen

Für die Grundreinigung reichen einfache Haushaltsmittel. Sie brauchen einen Eimer mit lauwarmem Wasser, etwas mildes Spülmittel, einen weichen Schwamm oder eine Bürste mit Naturborsten. Dazu kommt ein Mikrofasertuch zum Trocknen. Für die Außenseite und höher gelegene Fenster ist eine stabile Leiter nötig. Bei schwer erreichbaren Rollläden im oberen Stockwerk hilft ein Teleskopstiel mit Bürstenaufsatz. Verzichten Sie auf scharfe Reiniger, Scheuermittel und Hochdruckreiniger. Sie greifen die Beschichtung an und können die Führungsschienen beschädigen.

Rollläden von innen reinigen

Die Innenseite der Rollläden ist meist nur mit Staub und feinem Schmutz bedeckt. Fahren Sie den Rollladen zuerst ganz herunter und arbeiten Sie von oben nach unten. So verhindern Sie, dass Wasser und Schmutz auf bereits gereinigte Flächen laufen und Streifen hinterlassen. Wischen Sie jede Lamelle einzeln mit einem leicht feuchten Tuch ab und trocknen Sie sie direkt nach. Bei starkem Staubbelag hilft es, die Lamellen vor dem Wischen mit einem Staubwedel oder einem weichen Besen abzubürsten. Wischen Sie das Gurtband ebenfalls mit einem feuchten Tuch ab. Es nimmt Fett und Schmutz von den Händen auf und wird sonst mit der Zeit brüchig.

Rollläden von außen reinigen

Die Außenseite ist deutlich stärker verschmutzt, weil sie Wind, Regen und UV-Strahlung direkt ausgesetzt ist. Hier sammeln sich neben Staub auch Pollen, Rußpartikel und Vogelkot an. Arbeiten Sie auch hier von oben nach unten und nutzen Sie klares Wasser mit etwas Spülmittel. Bei hartnäckigen Ablagerungen lassen Sie das Seifenwasser kurz einwirken, bevor Sie die Stelle mit dem Schwamm bearbeiten. Spülen Sie die Lamellen anschließend mit klarem Wasser ab, damit keine Seifenreste zurückbleiben. Trocknen Sie sie danach mit einem Tuch. Achten Sie beim Arbeiten auf der Leiter darauf, dass Sie stabil stehen und sich nicht überstrecken müssen. Wenn die Rollläden im oberen Geschoss sitzen und Sie sie nicht sicher erreichen, holen Sie besser einen Fachbetrieb, statt riskant zu klettern.

Staub, Pollen und hartnäckigen Schmutz entfernen

Gegen eine dicke Pollenschicht hilft es, die Rollläden vor dem Nassreinigen trocken abzubürsten. So verhindern Sie, dass die Pollen mit dem Wasser zu einer klebrigen Masse werden, die sich schwerer abwischen lässt. Bei eingetrocknetem Vogelkot oder festgesetztem Schmutz weichen Sie die Stelle mit einem feuchten Tuch oder etwas Wasser ein und lassen sie einige Minuten wirken. Danach lässt sich der Belag meist ohne starkes Reiben lösen. Reiben Sie nicht zu fest, das verkratzt die Oberfläche. Bei Kunststofflamellen reicht meist die milde Seifenlösung. Bei Alu-Rollläden können Sie bei hartnäckigen Flecken ein mildes Reinigungsmittel für Metall verwenden.

Sicherheit und Schienenpflege

Prüfen Sie bei jeder Reinigung die Führungsschienen und die Aufhängung auf sichtbare Schäden oder Verkantungen. Entfernen Sie groben Schmutz und kleine Steinchen aus den Schienen, damit der Rollladen weiterhin leicht läuft. Wenn Sie die Reinigung zwei bis drei Mal im Jahr einplanen, bleibt der Aufwand gering und der Schmutz setzt sich nicht erst fest. Bei Rollläden, die Sie nicht sicher erreichen, etwa an hohen Fenstern oder in unebenen Lagen, holen Sie sich Unterstützung von einem Fachbetrieb. Das ist sicherer als ein wackeliger Stand auf der Leiter und schont die Mechanik, weil der Profi auch die Führung und Einstellung prüft.