Türdichtungen aus Gummi oder Silikon sitzen an der Wohnungstür, am Kühlschrank und an der Autotür. Sie halten Zugluft, Feuchtigkeit und Lärm ab. Mit der Zeit setzen sich Schmutz, Fett und manchmal Schimmel auf ihnen ab. Aggressive Reinigungsmittel machen das Material spröde und rissig. Milde Hausmittel und regelmäßige Pflege halten das Material elastisch und verlängern seine Lebensdauer.
Warum Dichtungen spröde werden
Gummi und Silikon altern aus mehreren Gründen gleichzeitig. Jedes Öffnen und Schließen der Tür belastet das Material mechanisch. Temperaturschwankungen, UV-Licht und Luftfeuchtigkeit greifen die Oberfläche an. Außerdem enthalten viele handelsübliche Reiniger aggressive Lösungsmittel oder Säuren. Diese Substanzen entfetten das Gummi und entziehen ihm Weichmacher. Dadurch wird das Gummi hart und rissig; die Dichtung schließt nicht mehr dicht ab.
Besonders anfällig sind Dichtungen aus günstigem Silikon. Sie enthalten oft weniger Weichmacher, und die Materialqualität schwankt. Wenn Sie solche Dichtungen häufig mit starken Reinigern behandeln, beschädigen Sie die Dichtung dauerhaft. Die Dichtung verliert ihre Funktion, und Zugluft oder Feuchtigkeit gelangen ungehindert ins Innere.
Mit Spülmittel und Wasser reinigen
Reinigen Sie gründlich, dann hält die Dichtung länger. Wischen Sie die Dichtung zuerst mit einem trockenen Tuch ab, um losen Schmutz und Staub zu entfernen. Danach reinigen Sie sie mit lauwarmem Wasser und einem Tropfen Spülmittel. Spülmittel greift das Gummi nicht an und löst Fett und alltäglichen Schmutz zuverlässig.
Bei hartnäckigem Schmutz nehmen Sie eine weiche Bürste oder einen Schwamm. Reiben Sie nicht zu kräftig, denn mechanischer Druck schädigt die Oberfläche ebenso wie aggressive Chemikalien. Spülen Sie die Dichtung nach der Reinigung mit klarem Wasser ab und trocknen Sie sie mit einem Tuch. Feuchtigkeit, die in der Dichtung bleibt, begünstigt Schimmelbildung.
Die Reinigungsmethode ist bei allen Dichtungen gleich, aber wie oft Sie reinigen müssen, ist unterschiedlich. Kühlschrankdichtungen kommen mit Feuchtigkeit und Lebensmittelresten in Kontakt, deshalb müssen Sie sie häufiger reinigen. Bei Tür- und Fensterdichtungen reicht eine regelmäßige Pflege, solange sie nicht sichtbar verschmutzt sind.
Schimmel an Silikondichtungen entfernen
Silikondichtungen sitzen an Spülen, Badewannen, Duschwannen und Fensterrahmen, also dort, wo Wasser an Wände oder Fenster grenzt. Schimmel vermehrt sich durch Sporen. In feuchten Räumen finden diese Sporen ideale Bedingungen, deshalb bildet sich auf den Dichtungen häufig Schimmel. Handeln Sie, sobald Sie schwarze oder grünliche Flecken entdecken. Schimmel dringt mit der Zeit in das Silikon ein und hinterlässt Flecken, die sich nicht mehr entfernen lassen. Die betroffene Dichtung muss dann komplett ersetzt werden.
Oberflächlichen Schimmel entfernen Sie mit einer Mischung aus Wasser und Essig oder mit einer Paste aus Backpulver und Wasser. Tragen Sie die Mischung auf, lassen Sie sie kurz einwirken und wischen Sie sie ab. Bei hartnäckigem Befall hilft ein spezieller Schimmelentferner aus dem Handel. Achten Sie darauf, dass das Mittel für Silikon geeignet ist, und testen Sie es an einer unauffälligen Stelle.
Wenn der Schimmel schon tief im Silikon sitzt, hilft keine Reinigung mehr. Die Sporen sitzen dann im Material und können gesundheitliche Probleme verursachen, besonders für Allergiker und Menschen mit geschwächtem Immunsystem. In diesem Fall schneiden Sie die alte Dichtung heraus und setzen eine neue ein.
Gummi pflegen und geschmeidig halten
Pflegen Sie die Dichtung nach der Reinigung, damit sie geschmeidig bleibt. Spezielle Gummipflegemittel aus dem Fachhandel oder einfache Hausmittel wie Talkum oder Glycerin sind geeignet. Diese Mittel bilden einen dünnen Schutzfilm, der das Austrocknen verlangsamt und die Oberfläche geschmeidig hält.
Verzichten Sie auf Öle und Fette aus der Küche, denn sie ziehen Schmutz an und können das Gummi aufquellen lassen. Auch silikonhaltige Sprays sind nicht für alle Dichtungen geeignet. Testen Sie das Mittel an einer unauffälligen Stelle, bevor Sie es auf der gesamten Dichtung anwenden.
Wann Sie Dichtungen ersetzen sollten
Eine Dichtung, die trotz Reinigung und Pflege rissig, hart oder verformt ist, schließt nicht mehr dicht ab. An Fenstern und Türen führt das zu spürbarem Wärmeverlust, weil warme Luft entweicht oder kalte Luft eindringt. Prüfen Sie die Dichtungen regelmäßig auf Risse, Brüche und Stellen, an denen sie sich gelöst haben.
Bei den meisten Türen und Fenstern ist der Austausch einfach. Ziehen Sie die alte Dichtung aus der Rille und drücken Sie die neue hinein. Achten Sie beim Kauf auf das richtige Profil und die passende Länge. Bei komplizierten Profilen oder fest verklebten Dichtungen hilft ein Fachbetrieb weiter.