Eine Brotdose riecht muffig, wenn nach dem Reinigen Restfeuchtigkeit im Inneren bleibt. Zusammen mit Speiseresten bildet diese Feuchtigkeit einen Nährboden für Bakterien und Schimmel. Trocknen Sie die Dose nach jedem Spülen vollständig und lagern Sie sie offen, dann bleibt sie geruchsfrei.

Warum Restfeuchtigkeit Gerüche verursacht

Restfeuchtigkeit allein riecht nicht. Der Geruch entsteht, wenn Wasser mit vergessenen Krümeln, Fruchtsäften oder Gemüseresten zusammentrifft. Für Mikroorganismen schafft diese Mischung ideale Bedingungen. Sie vermehren sich und hinterlassen Stoffwechselprodukte, die Sie als unangenehmen Geruch wahrnehmen.

Eine nicht vollständig getrocknete Brotdose nimmt zudem Gerüche schneller auf. Das Material, besonders Kunststoff, saugt sich mit den Geruchsstoffen voll, und einmal eingezogene Gerüche lassen sich nur schwer wieder entfernen. Deshalb ist das Trocknen für die Hygiene wichtig und schützt das Material davor, Gerüche anzunehmen.

So trocknen Sie die Dose richtig

Nach dem Abspülen mit warmem Wasser und Spülmittel trocknen Sie die Brotdose zunächst mit einem sauberen Tuch ab. Danach stellen Sie sie offen an einen Ort mit Luftzirkulation. Dafür eignet sich ein Geschirrtuch oder ein Abtropfgestell. Stellen Sie die Dose so, dass Wasser aus den Ecken ablaufen kann.

Achten Sie besonders auf Ecken, Ränder und den Deckel. Dort bleiben Speisereste und Wasser gern hängen. Eine Bürste oder ein Schwamm erreicht diese Stellen besser als ein Tuch. Wenn Sie die Dose mit dem Deckel nach unten trocknen lassen, sammelt sich das Wasser in der Deckelvertiefung. Stellen Sie die Teile deshalb getrennt und mit der Öffnung nach unten auf.

Offen lagern statt verschließen

Verschließen Sie die Brotdose nach dem Trocknen nicht sofort. Setzen Sie den Deckel auf, solange noch Feuchtigkeit im Inneren ist, entsteht in der geschlossenen Dose ein feuchtes Klima, in dem sich Bakterien und Schimmel schnell vermehren. Lassen Sie die Dose deshalb offen stehen, bis sie vollständig trocken ist.

Auch für die dauerhafte Lagerung zwischen den Mahlzeiten gilt: Lassen Sie die Dose offen oder nur lose mit dem Deckel abgedeckt stehen. So zirkuliert Luft und es staut sich keine Feuchtigkeit. Ein Schrank oder eine Schublade mit guter Luftzirkulation eignet sich dafür besser als ein dicht verschlossener Behälter.

Kunststoff und Dichtung pflegen

Die meisten Brotdosen bestehen aus Kunststoff, viele haben zusätzlich eine Dichtung aus Silikon oder Gummi. Beide Materialien vertragen Hitze und Dampf schlecht. Die Hitze der Spülmaschine kann Kunststoff verformen und die Dichtung porös machen. Prüfen Sie deshalb vorher, ob Ihre Brotdose spülmaschinenfest ist. Die Angabe finden Sie auf der Unterseite der Dose oder auf der Verpackung.

Wenn Sie die Dose von Hand spülen, verwenden Sie warmes Wasser und etwas Spülmittel. Speisereste in den Ecken und an den Rändern entfernen Sie mit einem Schwamm oder einer Bürste. Mindestens einmal pro Woche können Sie die Dose in warmem Wasser mit einem Schuss weißem Essig oder einem Esslöffel Natron einweichen. Das neutralisiert Gerüche und löst Fettflecken, ohne das Material anzugreifen.

Gerüche nachträglich entfernen

Legen Sie über Nacht einen offenen Teebeutel oder etwas Soda in die leere, verschlossene Dose. Diese einfache Methode hilft, wenn die Brotdose trotz sorgfältiger Reinigung noch riecht. Die trockenen Substanzen ziehen die Geruchsstoffe aus dem Material. Am nächsten Morgen spülen Sie die Dose kurz aus und lassen sie wieder vollständig trocknen.