Eine Dunstabzugshaube zieht Kochdämpfe, Fett und Gerüche von der Herdplatte ab. Nur mit regelmäßiger Reinigung arbeitet sie zuverlässig. Der wichtigste Teil ist der Fettfilter, der die Fettpartikel aus der Luft aufnimmt. Ist er verstopft, sinkt die Saugleistung. Das Gerät wird lauter und Gerüche bleiben in der Küche hängen. Mit einfachen Mitteln gelingt die Reinigung, wenn Sie die Teile in der richtigen Reihenfolge angehen.

Strom abschalten und Fettfilter ausbauen

Bevor Sie die Haube berühren, trennen Sie sie vom Strom. Ziehen Sie den Stecker oder schalten Sie die Sicherung für den Küchenstromkreis ab. Das ist keine Formalität: Beim Reinigen kommen Sie mit Wasser und feuchten Tüchern an elektrische Bauteile. Ein versehentlich eingeschaltetes Gebläse kann zu Verletzungen oder Schäden führen.

Danach nehmen Sie den Fettfilter heraus. Bei den meisten Modellen lösen Sie den Metallfilter mit einem Druck auf eine Feder oder durch Öffnen einer kleinen Klemme. Schauen Sie in die Bedienungsanleitung, wenn Sie unsicher sind, denn die Befestigung unterscheidet sich je nach Hersteller. Legen Sie den Filter beiseite und reinigen Sie ihn zuerst, bevor Sie das Gehäuse anfassen.

Metallfettfilter reinigen

Der Metallfettfilter besteht aus mehreren Lagen Aluminium oder Edelstahl und sammelt das Fett aus dem Kochdunst. Je nachdem, wie oft und wie fettig Sie kochen, reinigen Sie ihn alle zwei bis vier Wochen. Bei täglichem Braten und Frittieren ist der kürzere Abstand sinnvoll, bei gelegentlichem Kochen reicht der längere.

Am einfachsten reinigen Sie den Filter in der Spülmaschine. Stellen Sie den Filter aufrecht in den oberen Korb und lassen Sie ein normales Programm laufen. Beim Spülen von Hand legen Sie den Filter in warmes Wasser mit etwas Spülmittel und lassen ihn zehn bis fünfzehn Minuten einweichen. Danach lösen Sie die Fettreste mit einer weichen Bürste oder einem Schwamm. Bei hartnäckigen Ablagerungen hilft eine Paste aus Backpulver und Wasser. Lassen Sie sie kurz einwirken. Spülen Sie den Filter gründlich ab und lassen Sie ihn vollständig trocknen, bevor Sie ihn wieder einsetzen. Ein nasser Filter nimmt schlechter Fett auf und kann im schlimmsten Fall zu Rost führen.

Gehäuse innen und außen reinigen

Haben Sie den Filter ausgebaut, sehen Sie ins Innere der Haube. Dort setzen sich ebenfalls Fett und Staub ab, besonders am Gebläse und an den Wänden des Saugraums. Wischen Sie diese Flächen mit einem feuchten Tuch und etwas Spülmittel ab. Bei festsitzendem Fett hilft ein Entfetter aus dem Handel oder eine Mischung aus warmem Wasser und etwas Essig. Vermeiden Sie scheuernde Schwämme und aggressive Reiniger, denn sie zerkratzen die Oberflächen und können die Beschichtung angreifen.

Die Außenseite der Haube reinigen Sie gleich mit. Je nach Material genügt ein weiches, feuchtes Tuch mit Spülmittel. Bei Edelstahl verwenden Sie ein spezielles Pflegemittel, das Wasserflecken und Fingerabdrücke verhindert. Wischen Sie immer in Richtung der sichtbaren Linien, damit keine Schlieren entstehen. Achten Sie darauf, dass kein Wasser in Öffnungen oder Ritzen läuft, denn dort sitzen Elektronik und Anschlüsse.

Bedienelemente vorsichtig reinigen

Tasten, Schalter und Touchpanel sind empfindlicher als das Gehäuse. Wischen Sie sie mit einem leicht feuchten, gut ausgedrückten Mikrofasertuch ab. Befeuchten Sie es nur mit Wasser oder einem sehr milden Reiniger. Sprühen Sie niemals Reiniger direkt auf die Bedienelemente, denn Flüssigkeit kann in die Elektronik eindringen und Kurzschlüsse verursachen. Sprühen Sie das Mittel stattdessen auf das Tuch und wischen Sie dann. Bei Touchflächen genügt meist ein trockenes Tuch, um Fingerabdrücke zu entfernen. Kleben die Tasten oder lassen sich schwer drücken, ist eingetrocknetes Fett die Ursache. Dann reinigen Sie die Ränder der Tasten mit einem Wattestäbchen, das Sie leicht mit Spiritus befeuchten. Testen Sie das an einer unauffälligen Stelle, bevor Sie die ganze Fläche behandeln.

Aktivkohlefilter wechseln oder regenerieren

Bleiben nach der Reinigung Küchengerüche zurück, liegt das meist am Aktivkohlefilter. Er kommt bei Umlufthauben zum Einsatz. Diese Geräte führen die Luft nicht nach draußen, sondern geben sie gereinigt wieder in den Raum ab. Der Aktivkohlefilter nimmt Geruchsstoffe auf, die der Fettfilter nicht bindet. Anders als der Metallfilter lässt er sich nicht waschen. Wasser und Spülmittel zerstören die Aktivkohle, sodass der Filter seine Wirkung verliert.

Ersetzen oder regenerieren Sie den Aktivkohlefilter daher nach Herstellerangabe. Bei vielen Modellen wechseln Sie den Filter nach etwa sechs bis zwölf Monaten, je nach Kochgewohnheiten. Einige Hersteller bieten Filter an, die Sie im Backofen bei niedriger Temperatur wieder aufbereiten können. Prüfen Sie die Anleitung Ihres Geräts, denn die Regenerationsmethode ist nicht bei allen Filtern gleich. Ein deutliches Zeichen für einen Wechsel ist ein anhaltender Geruch in der Küche, obwohl Fettfilter und Gehäuse sauber sind.