In jeder Kaffeemaschine sammeln sich zwischen zwei Entkalkungen Kaffeefett, Milchreste und Staub. Diese Rückstände verändern den Geschmack des Kaffees. Mit der Zeit bilden sie hartnäckige Ablagerungen, die sich schwer entfernen lassen. Regelmäßige Reinigung hält die Maschine hygienisch und verlängert ihre Lebensdauer. Die tägliche Reinigung dauert weniger als zwei Minuten. Auch die wöchentliche Pflege ist schnell erledigt. Die meisten Reinigungsschritte erledigen Sie selbst. Nur einige Arbeiten überlassen Sie dem Fachbetrieb.
Tägliche Reinigung in zwei Minuten
Die tägliche Reinigung ist der wichtigste Schritt, besonders bei vollautomatischen Maschinen, die täglich mit Bohnen und Milch arbeiten. Sie verhindert, dass sich Kaffeefett und Milchreste festsetzen.
Beginnen Sie mit der Tropfschale. Sie sollte täglich geleert und mit warmem Wasser ausgespült werden. Wenn Sie die Tropfschale nur selten leeren, entsteht darin ein Gemisch aus Kaffee, Wasser und eventuell Milch. Es riecht unangenehm und kann Schimmel anziehen. Nehmen Sie die Schale heraus, spülen Sie sie unter fließendem Wasser ab und trocknen Sie sie mit einem Tuch, bevor Sie sie zurückstellen.
Der Wassertank muss nicht täglich gereinigt werden, aber Sie sollten ihn täglich mit frischem Wasser auffüllen. Stehendes Wasser über Nacht ist kein Problem. Wenn Sie den Tank tagelang nicht nachfüllen, können sich Keime bilden. Spülen Sie den Tank einmal pro Woche mit warmem Wasser aus, ohne Spülmittel. Rückstände von Reinigungsmitteln würden sonst in den Kaffee gelangen.
Die Auslaufdüsen, aus denen der Kaffee fließt, werden schnell von Kaffeefett überzogen. Wischen Sie sie nach jedem Bezug mit einem feuchten Tuch ab. Bei Maschinen mit Milchschaumdüse ist das besonders wichtig. Milchreste trocknen schnell an und lassen sich später nur mit Mühe entfernen. Viele vollautomatische Maschinen haben ein automatisches Spülprogramm, das nach dem Bezug heißes Wasser durch die Düsen leitet. Nutzen Sie dieses Programm, aber verlassen Sie sich nicht allein darauf: Die Düsen von außen abzuwischen, gehört trotzdem zu Ihrer täglichen Routine.
Wöchentliche Reinigung der Brühgruppe
Einmal pro Woche sollten Sie die Brühgruppe reinigen, also das Bauteil, das den gemahlenen Kaffee verarbeitet. Bei vollautomatischen Maschinen ist die Brühgruppe in der Regel herausnehmbar. Schauen Sie in die Bedienungsanleitung, um zu sehen, wie Sie sie entnehmen. Spülen Sie die Brühgruppe unter lauwarmem Wasser ab, ohne Spülmittel, und lassen Sie sie vollständig trocknen, bevor Sie sie wieder einsetzen. Kaffeereste, die in der Brühgruppe hängen bleiben, verbrennen beim nächsten Bezug mit und geben dem Kaffee einen bitteren, ranzigen Geschmack.
Auch der Wassertank gehört in die wöchentliche Routine. Nehmen Sie ihn heraus, schütten Sie das Restwasser weg und spülen Sie ihn gründlich mit warmem Wasser aus. Wenn Ihr Leitungswasser sehr kalkhaltig ist, können Sie den Tank einmal im Monat mit einer Mischung aus Wasser und etwas Zitronensäure einweichen. Spülen Sie ihn danach sehr gründlich aus. Bei hartem Wasser sollten Sie kürzere Entkalkungsintervalle einplanen. Kalk bildet sich schneller und beeinträchtigt mit der Zeit die Heizleistung der Maschine.
Bei Maschinen mit Milchsystem, etwa einem Milchbehälter oder einem Milchschlauch, reinigen Sie diese Teile ebenfalls wöchentlich. Viele Hersteller bieten spezielle Reinigungslösungen für das Milchsystem an. Diese Lösungen lösen Fett und Eiweiß, die sich mit normalem Wasser nicht entfernen lassen. Befolgen Sie die Anweisungen des Herstellers, denn die Anwendung unterscheidet sich je nach Modell. Einige Maschinen haben ein automatisches Milchsystem-Reinigungsprogramm, das Sie starten können, nachdem Sie den Reiniger in den Behälter gegeben haben.
Monatliche Grundreinigung
Einmal im Monat sollten Sie die Maschine gründlicher reinigen, auch wenn die Entkalkung noch nicht fällig ist. Diese Grundreinigung umfasst alle abnehmbaren Teile: Tropfschale, Wassertank, Brühgruppe, Milchbehälter und gegebenenfalls den Kaffeesatzbehälter. Reinigen Sie diese Teile mit warmem Wasser. Wo es der Hersteller erlaubt, verwenden Sie ein mildes Spülmittel. Spülen Sie alles sehr gründlich ab, damit keine Spülmittelreste zurückbleiben.
Bei vollautomatischen Maschinen können Sie zusätzlich ein Reinigungsprogramm mit maschinenspezifischen Reinigungstabletten durchführen. Diese Tabletten lösen Kaffeefett in den inneren Leitungen, das sich durch normales Spülen nicht entfernen lässt. Das Programm dauert meist einige Minuten. Führen Sie es genau nach Anleitung durch. Lassen Sie danach einen oder zwei Bezüge ohne Kaffee durchlaufen. So spülen Sie alle Reinigungsreste aus.
Die monatliche Grundreinigung ist nicht mit der Entkalkung zu verwechseln. Die Entkalkung entfernt Kalkablagerungen im Inneren. Sie ist separat durchzuführen. Je nach Maschinentyp und Nutzungsintensität reicht eine gründliche Reinigung alle ein bis drei Monate aus. Wenn Sie die Maschine täglich und intensiv nutzen, wählen Sie den kürzeren Abstand. Wenn Sie nur gelegentlich Kaffee trinken, reicht der längere.
Was Sie besser dem Profi überlassen
Nicht jede Reinigung gehört in Ihre eigenen Hände. Die Elektronik der Maschine, die Heizung und die inneren Leitungen sind empfindlich. Wenn Sie versuchen, diese Teile selbst zu reinigen oder zu öffnen, riskieren Sie Schäden, die teurer zu reparieren sind als eine professionelle Wartung.
Konkret gilt: Entfernen Sie niemals selbst Dichtungen, Ventile oder Schläuche im Inneren der Maschine, es sei denn, die Bedienungsanleitung beschreibt ausdrücklich, wie das geht. Wenn der Kaffee trotz regelmäßiger Reinigung schlecht schmeckt, die Maschine ungewöhnliche Geräusche macht oder Wasser austritt, ist das ein Zeichen für ein technisches Problem. Dann sollten Sie den Kundendienst des Herstellers oder einen Fachbetrieb kontaktieren.
Auch bei der Entkalkung selbst sollten Sie sich an die Vorgaben des Herstellers halten. Verwenden Sie ausschließlich die empfohlenen Entkalkungsmittel, denn Haushaltsessig oder Zitronensäure in zu hoher Konzentration können die Dichtungen angreifen. Wenn Sie unsicher sind, ob Ihre Maschine eine bestimmte Reinigung verträgt, schauen Sie zuerst in die Bedienungsanleitung oder auf die Website des Herstellers. Dort finden Sie die genauen Intervalle und die erlaubten Reinigungsmittel für Ihr Modell.