Wer Lebensmittel einfriert, kennt den Beutel, der drei Monate später im Tiefkühler liegt. Niemand weiß, ob darin Suppe, Beeren oder Fleisch steckt.

Beschriften Sie jedes Gefriergut direkt beim Einfrieren mit Inhalt und Datum. Dafür reichen ein geeigneter Stift und eine klare Regel, die Sie konsequent anwenden. So finden Sie jedes Paket schnell wieder, vermeiden Lebensmittelverschwendung und wissen, was Sie zuerst verbrauchen sollten.

Tiefkühlmarker und Alternativen

Nicht jeder Stift hält die Kälte aus. Normale Kugelschreiber oder Filzstifte verlieren im Gefrierfach schnell ihre Farbe oder verschmieren, wenn das Gefriergut antaut. Verwenden Sie einen Tiefkühlmarker, der speziell für frostbeständige Beschriftung entwickelt wurde. Diese Marker schreiben auf Gefrierbeutel, Folien und beschichtete Papiere. Die Tinte blättert nicht ab und verblasst nicht.

Für Vorratsdosen aus Glas, Kunststoff, Holz oder Metall eignet sich auch ein Permanentmarker oder ein Lackmarker. Lackmarker sind die erste Wahl für dunkle oder transparente Behälter. Ihre Farbe ist deckend und bleibt gut lesbar. Bei durchsichtigen Dosen sehen Sie den Inhalt, aber das Datum fehlt trotzdem. Ein Streifen Kreppband mit Beschriftung funktioniert ebenfalls, hält aber nicht so lange wie eine direkte Markierung.

Was auf das Etikett gehört

Die Beschriftung braucht mindestens zwei Angaben: Inhalt und Einfrierdatum. Schreiben Sie konkret, was im Beutel ist, also „Rinderhackfleisch" statt „Fleisch". Ergänzen Sie die Portionsgröße, wenn Sie mehrere Pakete derselben Sorte einfrieren. Ein Etikett mit „Bolognese-Sauce, 2 Portionen" verrät Ihnen später genau, wie viel Sie auftauen müssen, ohne das ganze Paket zu öffnen.

Notieren Sie das Datum im Format TT.MM.JJJJ oder als eindeutige Abkürzung. Vermeiden Sie Angaben wie „letzten Monat", die später niemand mehr zuordnen kann. Wenn Sie mehrere Chargen derselben Zutat einfrieren, schreiben Sie die Chargennummer oder das Datum gut sichtbar auf die Vorderseite des Beutels. Dann müssen Sie die Pakete im Tiefkühler nicht umdrehen.

FIFO: älteste Lebensmittel zuerst

Die Abkürzung FIFO steht für „First In, First Out" und bedeutet: Das zuerst Eingefrorene wird auch zuerst wieder aufgetaut. Diese Methode verhindert, dass ältere Lebensmittel monatelang im Tiefkühler liegen und schließlich entsorgt werden. Sie funktioniert ohne großen Aufwand: Stellen Sie neu eingefrorene Pakete immer nach hinten oder unten in das Gefrierfach und räumen Sie ältere Pakete nach vorne. So greifen Sie automatisch zuerst zu den älteren Vorräten.

Wenn Sie diese Rotation konsequent anwenden, bleibt der Bestand im Tiefkühler ständig in Bewegung. Eine einfache Faustregel: Bevor Sie neue Lebensmittel einfrieren, prüfen Sie, was schon länger liegt, und planen Sie es in die nächsten Mahlzeiten ein. Damit das klappt, sollten Sie den Tiefkühler regelmäßig ausmessen und wissen, welche Fächer Sie für welche Lebensmittelgruppen nutzen.

Haltbarkeit von Gefriergut

Ein abgelaufenes Mindesthaltbarkeitsdatum bedeutet nicht automatisch, dass das Lebensmittel ungenießbar ist. Bei vielen Produkten können Sie die Genießbarkeit durch Anschauen, Riechen und Schmecken beurteilen. Das gilt auch für eingefrorene Ware: Wenn das Gefriergut durchgehend gefroren war und keine Anzeichen von Gefrierbrand oder Verfärbungen zeigt, ist es in der Regel noch verzehrbar. Gefrierbrand entsteht, wenn Luft an das Lebensmittel gelangt und es austrocknet. Die betroffenen Stellen schmecken zäh und trocken, sind aber nicht gesundheitsschädlich. Sie können sie vor dem Kochen großzügig abschneiden.

Dennoch sollten Sie sich nicht allein auf das Datum verlassen. Die Qualität von Gefriergut nimmt mit der Zeit ab, auch wenn es sicher bleibt. Fette werden ranzig, Gemüse verliert Vitamine und Konsistenz. Deshalb lohnt sich die FIFO-Methode: Sie sorgt dafür, dass Sie die Lebensmittel in einem Zeitraum verbrauchen, in dem sie noch gut schmecken.