Ein Kühlschrank riecht trotz Kälte irgendwann, weil mit den Einkäufen Speisereste, verschüttete Flüssigkeiten und Mikroorganismen hineingelangen. Wer Fächer, Türdichtungen und Griffe regelmäßig reinigt, verhindert, dass sich Keime ausbreiten und Lebensmittel vorzeitig verderben.
Wischen Sie den Innenraum aus, sobald Sie beim Öffnen der Tür einen unangenehmen Geruch bemerken, spätestens aber alle vier Wochen. Dafür reichen warmes Wasser, Spülmittel, Essig und ein weiches Tuch. Ein Spezialreiniger ist unnötig.
Warum der Kühlschrank regelmäßig gereinigt werden muss
Lebensmittel bringen Keime in den Kühlschrank: Auf Erdresten an Gemüse sitzen Bakterien; Fleisch und Wurstwaren enthalten viele Mikroorganismen. Die Kälte verlangsamt ihr Wachstum. Liegt die Temperatur über 8 Grad Celsius, vermehren sich die Keime schneller, besonders an der feuchten Rückwand. Mikroorganismen überleben die Kälte also und können über kontaminierte Lebensmittel Krankheiten auslösen.
Dazu kommt die Feuchtigkeit: Bakterien mögen Wärme und Nässe. Ein Kühlschrank, der nicht ausgewischt wird, bietet ihnen beides. Regelmäßiges Reinigen verlangsamt das Wachstum und beugt Gerüchen vor. Zugleich hält es Lebensmittel länger genießbar.
Fächer und Ablagen richtig reinigen
Räumen Sie zuerst den ganzen Inhalt aus und kontrollieren Sie jedes Lebensmittel. Abgelaufene, schimmelige oder auffällig riechende Reste kommen in den Abfall. Damit beseitigen Sie gleich die häufigste Geruchsquelle.
Nehmen Sie dann die herausnehmbaren Teile heraus: Ablagen, Schubladen und Türablagen. Spülen Sie sie mit warmem Wasser und etwas Spülmittel ab und trocknen Sie sie, bevor Sie sie zurückstellen. Den Innenraum wischen Sie mit einem weichen Schwamm oder Tuch aus. Nutzen Sie dafür ein sauberes Tuch, sonst verteilen Sie nur die Keime auf den Flächen. Für die Innenwände genügt warmes Wasser mit Spülmittel oder ein Gemisch aus Wasser und Essig. Lassen Sie keine Flüssigkeit in die Ritzen an der Rückwand laufen.
Trocknen Sie anschließend alle Flächen gründlich ab: Feuchtigkeit begünstigt Bakterien, und je trockener das Gerät bleibt, desto länger hält die Sauberkeit.
Dichtungen und Griffe gezielt reinigen
Die Türdichtung wird beim Putzen oft vergessen, obwohl sich in den Falten des Gummis Krümel, Flüssigkeit und Schimmel sammeln. Reinigen Sie die Dichtung mit warmem Wasser und etwas Spülmittel. Ein weiches Tuch oder ein Wattestäbchen erreicht auch die engen Falten. Danach wischen Sie die Dichtung trocken, denn dauerhaft feuchtes Gummi wird porös.
Scharfe und scheuernde Reiniger gehören nicht an die Dichtung. Sie greifen das Gummi an und machen es spröde; die Tür schließt dann nicht mehr richtig. Was Ihr Gerät verträgt, steht in der Bedienungsanleitung.
Den Griff fassen Sie mehrmals täglich an. Dabei bleiben Fett, Hautschüppchen und Keime auf der Oberfläche. Wischen Sie Griff und Griffmulde bei jeder Grundreinigung mit einem feuchten Tuch und etwas Spülmittel ab und trocknen Sie sie nach. Bei glänzenden Metallgriffen verzichten Sie besser auf aggressive Reiniger, denn sie machen die Oberfläche matt.
Gerüche beseitigen und vorbeugen
Ein Geruch im Kühlschrank entsteht fast immer durch verdorbene Lebensmittel oder eingetrocknete Flüssigkeiten, die Bakterien zersetzen. Werfen Sie deshalb zuerst alle verdächtigen Reste weg. Danach wischen Sie den Innenraum mit Essigwasser aus. Sobald die Flächen trocken sind, verfliegt der Essiggeruch und nimmt die unangenehmen Gerüche mit.
Lassen Sie den leeren Kühlschrank danach eine Weile offen stehen, damit er vollständig durchtrocknet. Wer nicht trocken nachwischt, bekommt schnell wieder muffige Gerüche. Reinigen Sie bei Geruch sofort, statt erst die vier Wochen abzuwarten; so setzt sich der Geruch nicht in Dichtungen und Ritzen fest.
Kühltemperatur und Füllmenge unterstützen die Hygiene
Auch Temperatur und Füllmenge beeinflussen neben dem Wischen, wie schnell sich Keime vermehren. Stellen Sie den Kühlschrank auf 2 bis 8 Grad Celsius ein. Da kalte Luft nach unten fällt, ist die Glasplatte ganz unten die kälteste Stelle. Fleisch und Wurst gehören deshalb in diesen Bereich.
Füllen Sie das Gerät nicht bis zum Anschlag. Die Luft muss um die Lebensmittel zirkulieren können, damit sie länger frisch bleiben und die Rückwand trockener bleibt. Eine feuchte Rückwand bietet Bakterien genau das, was sie brauchen: Wärme und Nässe.