Ein überfüllter Schrank kostet jeden Morgen Zeit, weil die Jacke unter einem Stapel Pullover liegt und die Schuhe im Weg stehen. Wer den Schrank so einräumt, dass jedes Teil einen festen Platz hat, spart sich das Suchen dauerhaft.

Zwei typische Ausgangslagen sind der erste eigene Schrank und Schuhe im unteren Bereich. Die Lösung hängt von den Maßen des Schrankes, der Kleidungsmenge und Ihren Gewohnheiten ab.

Was ein aufgeräumter Schrank verändert

Ein organisierter Kleiderschrank hilft, morgens entspannter in den Tag zu starten. Wenn Sie auf einen Blick sehen, was dort liegt, vermeiden Sie chaotische Stapel und halten Ihre Kleidung länger knitterfrei und schön. Lieblingsstücke sind griffbereit, egal ob für die Party oder für den Sport. Wer weiß, was wo liegt, kauft weniger doppelt und zieht sich schneller an. Ein aufgeräumter Schrank lässt sich zudem leichter abwischen und reinigen, weil Sie keine Stapel verschieben müssen.

Der erste eigene Schrank

Vorher. Ein typisches Szenario für Ordnungsprobleme ist der Auszug aus einer Wohnung. Der erste Schrank hat oft nicht die richtige Größe, und Sie haben noch keine Erfahrung, wie Sie Kleidung, Wäsche und Schuhe sinnvoll unterbringen. Die neue Unabhängigkeit kann im Chaos enden, wenn Sie die Hausarbeit aufschieben oder es an praktischen Lösungen fehlt. Die Wäsche stapelt sich auf dem Stuhl, die Schuhe liegen am Boden, und die Schubladen sind voll, sodass sie nicht mehr schließen.

Nachher. Die Lösung beginnt mit einer einfachen Einteilung. Hängende Kleidung bekommt einen festen Bereich, Pullover und Sweater kommen gefaltet ins Regal, und Unterwäsche, Socken und Gürtel liegen in Boxen. Passen Sie die Einteilung an Ihre Gewohnheiten an. Wenn Sie mehr Hemden oder Blusen tragen, brauchen Sie mehr Hängefläche. Wenn Sie viel Sport machen, brauchen Sie einen festen Platz für Trainingskleidung. Der Vorteil: Sie sehen auf einen Blick, was vorhanden ist, und müssen keine Stapel durchsuchen.

Schuhe im unteren Schrankbereich

Vorher. Ein zweites häufiges Problem sind Schuhe im unteren Bereich. Beim Suchen werden sie umgeworfen, und die Boxen darüber sind so hoch gestapelt, dass Sie sie nicht erreichen. Selten getragene Schuhe nehmen den Platz der Alltagsschuhe ein, und der Boden wird zum Sammelplatz.

Nachher. Ein unterer Schrankbereich lässt sich zum Beispiel so einrichten: Eine Schublade mit Schuheinsatz in einem PAX-System von IKEA sorgt dafür, dass die Schuhe flach und sichtbar liegen; sie lässt sich herausziehen, sodass Sie alle Schuhe auf einen Blick sehen, und darüber stehen Regale mit Schuhen in Boxen. Beschriften Sie die Boxen oder sortieren Sie die Schuhe nach Saison: Winterstiefel stehen oben, Alltagsschuhe bleiben griffbereit. Das Prinzip funktioniert auch in anderen Schränken.

Ordnung auf den ganzen Haushalt übertragen

Die Logik aus dem Kleiderschrank gilt auch für andere Schränke im Haus. Wenn Sie Vorräte, Küchengeräte und Putzmittel so lagern, dass alles einen festen Platz hat, sparen Sie sich beim Einkauf doppelte Wege. Auch das Reinigen wird einfacher: Sie wischen die Regale ab, ohne Stapel zu verschieben, und saugen den Boden, ohne Schuhe umzuräumen. Der Ratgeber „Haushalt im Griff" der Verbraucherzentrale behandelt diese Aufgabe. Er enthält Schritt-für-Schritt-Anleitungen und Checklisten für einen sauberen Start in die Haushaltsführung. Das Buch zeigt, wie Sie richtig aufräumen und dauerhaft Ordnung halten; außerdem behandelt es die Lagerung von Obst und Gemüse.

So bleibt die Ordnung erhalten

Ein aufgeräumter Schrank bleibt nur dann ordentlich, wenn das System zum Alltag passt. Wenn Sie die Kleidung nach dem Tragen nicht zurücklegen, liegt sie nach kurzer Zeit wieder auf dem Stuhl. Schuhe, die nicht in ihr Fach zurückgestellt werden, finden Sie beim nächsten Mal wieder im Weg. Die Regel ist einfach: Jedes Teil hat einen Platz, und nach dem Benutzen kommt es dorthin zurück. Wer das zur Gewohnheit macht, braucht keine großen Aufräumaktionen mehr.