Wer vor Besuch schnell aufräumen will, hat zwei Aufgaben: Aufräumen gibt den Dingen einen festen Platz, Putzen macht die Oberflächen sauber. Der schnellste Weg zur ordentlichen Wohnung: erst ausmisten, dann jedem verbliebenen Gegenstand einen festen Platz geben und vor dem Putzen alle Flächen freiräumen.
Mehr Aufbewahrungsboxen allein schaffen keine dauerhafte Ordnung. Dauerhafte Ordnung entsteht, wenn Sie entscheiden, was bleibt, und dann jedem Teil einen festen Platz zuweisen, den alle im Haushalt kennen und nutzen.
Ordnung braucht feste Plätze
Beim schnellen Aufräumen ist der wichtigste Schritt zu entscheiden, wo jeder Gegenstand hingehört. Besonders Dinge, die täglich benutzt werden, landen sonst auf dem nächstbesten freien Platz: Schlüssel, Ladekabel, Taschen, Post und Alltagskleidung. Bestimmen Sie für diese Dinge feste Plätze, zum Beispiel eine Schale für Schlüssel an der Tür, einen Korb für Ladekabel an der Steckdose und Haken für Jacken und Taschen. Der feste Platz funktioniert nur, wenn er so bequem liegt, dass alle ihn nutzen. Ein System, das niemand mitmacht, weil es zu umständlich ist, hält nicht lange.
Das Ordnungssystem muss zum Alltag passen. Fragen Sie sich bei jedem Gegenstand, ob Sie ihn regelmäßig brauchen und ob der gewählte Platz beim Benutzen praktisch liegt. Was an einem unbequemen Ort liegt, wandert früher oder später zurück auf den Küchentisch oder das Sofa.
Erst ausmisten, dann einräumen
Wer Ordnung schaffen will, sortiert zuerst aus. Gegenstände, die kaputt sind, nicht mehr passen oder seit Jahren ungenutzt im Schrank liegen, blockieren Platz und machen das Aufräumen jedes Mal aufwendiger. Die KonMari-Methode von Marie Kondo geht dabei nicht nach Räumen, sondern nach Kategorien vor: Sie sammeln zum Beispiel sämtliche Kleidung aus der ganzen Wohnung an einem Ort und entscheiden dann Stück für Stück, ob Sie sie behalten möchten. Entscheidend ist, ob der Gegenstand Freude macht und Sie ihn gerade jetzt brauchen. Was diese Prüfung nicht besteht, geben Sie weg.
So sehen Sie sofort, wie viel Sie von einer Sorte besitzen und was Sie doppelt haben. Entscheiden Sie bewusst, was bleibt, und geben Sie jedem behaltenen Teil einen festen Platz. Dauerhafte Ordnung hilft, Dinge wiederzufinden, bevor man sie neu kauft, und wirkt für viele Menschen befreiend.
Flächen freiräumen vor dem Putzen
Ein häufiger Fehler: mit dem Putzen anfangen, bevor die Flächen frei sind. Räumen Sie zuerst Tische, Regale und Fensterbänke leer, und reinigen Sie die Flächen danach. Wer nicht um herumliegende Dinge herumputzen muss, putzt gründlicher und schneller. Außerdem setzt sich kein Staub auf Dinge, die Sie gerade erst aufgeräumt haben.
Putzen ist nicht nur im Frühjahr fällig. Wer regelmäßig kleine Runden dreht, zum Beispiel Küchenarbeitsplatte und Bad täglich kurz abwischt, muss seltener gründlich putzen.
Papierkram an wenigen Orten bündeln
Rechnungen, Unterlagen und Altpapier verteilen sich schnell in der ganzen Wohnung, wenn es dafür keinen festen Platz gibt. Richten Sie wenige feste Ablageorte ein: ein Korb für eingehende Post und Rechnungen am Eingang oder Schreibtisch, ein Ordner für wichtige Unterlagen und ein Behälter für Altpapier. Sortieren Sie die Post direkt, wenn sie hereinkommt: Werbehefte und Umschläge wandern in den Altpapierbehälter, Rechnungen an den Ablageort. Was sofort erledigt werden kann, erledigen Sie sofort. So entsteht kein Stapel, der wächst.
Kurz vor dem Besuch aufräumen
Wenn Besuch kommt, zählt der Gesamteindruck: Die Wohnung muss nicht perfekt aufgeräumt sein. Konzentrieren Sie sich auf die Räume, die Ihre Gäste sehen: Flur, Wohnzimmer, Küche und Bad. Räumen Sie sichtbare Flächen ab, indem Sie lose Dinge in einen Korb legen. Nach dem Besuch räumen Sie den Korb wieder aus. Schließen Sie Türen zu Räumen, die nicht aufgeräumt sind, und entfernen Sie feuchte Handtücher oder Putzlappen aus dem Bad. Das dauert nur ein paar Minuten und beseitigt genau das, was am meisten auffällt. Das ersetzt keine gründliche Reinigung.
Welche Reiniger Sie brauchen
Im Putzschrank sammeln sich schnell viele Spezialreiniger, von denen die meisten überflüssig sind. Für den normalen Haushalt reichen wenige Produkte: ein Allzweckreiniger für Flächen, Spülmittel für Fett, eine milde Scheuer- oder Reinigungscreme für hartnäckige Verschmutzungen und Essig oder Zitronensäure für Kalkablagerungen. Ein Glasreiniger ist praktisch für Fenster und Spiegel, lässt sich aber durch Spülmittelwasser mit einem Mikrofasertuch ersetzen.
Zu viel Reiniger hinterlässt Schlieren und Rückstände und belastet unnötig die Umwelt. Beginnen Sie mit einer kleinen Menge und erhöhen Sie die Menge nur, wenn nötig. Achten Sie bei allen Mitteln auf die Herstellerhinweise, besonders bei empfindlichen Oberflächen wie Naturstein, lackiertem Holz oder beschichteten Ceranfeldern.
Fenster, Kochfeld und Kalk reinigen
Fenster werden streifenfrei, wenn Sie sie mit warmem Wasser und etwas Spülmittel waschen und danach mit einem Abzieher abziehen. Wischen Sie die Gummilippe nach jedem Zug trocken. Auch ein Mikrofasertuch mit klarem Wasser funktioniert; der Abzieher verhindert zuverlässiger, dass Schlieren antrocknen.
Angebranntes am Kochfeld lösen Sie leichter, wenn Sie die Stelle zuerst einweichen: feuchtes Tuch auflegen, einige Minuten warten, dann vorsichtig mit einem weichen Schwamm oder einem Ceranfeldschaber entfernen. Benutzen Sie auf beschichteten Flächen keine Stahlwolle und keine scharfen Scheuermittel, sonst entstehen Kratzer.
Kalkflecken an Wasserhähnen, Duschkabinen oder Fliesen entfernen Sie mit Essig oder Zitronensäure. Tragen Sie das Mittel auf, lassen Sie es kurz einwirken und spülen Sie gründlich nach. Testen Sie die Mischung bei Naturstein oder empfindlichen Dichtungen zuerst an einer unauffälligen Stelle, denn Säure kann manche Materialien angreifen.