Kalk setzt sich in Heizstäben, Rohren und Pumpen ab. Dann müssen die Geräte mehr arbeiten, um Wasser zu erhitzen oder zu transportieren. Das kostet Strom. Regelmäßiges Entkalken senkt den Energieverbrauch und verlängert die Lebensdauer von Kaffeemaschine, Wasserkocher und Waschmaschine. Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg bestätigt: Entkalkte Geräte arbeiten effizienter.

Warum Kalk den Stromverbrauch erhöht

Hartes Wasser enthält viel Kalzium und Magnesium. Es entsteht, wenn Grundwasser durch Kalkstein-, Kreide- oder Gipsablagerungen sickert. Beim Erhitzen werden die gelösten Mineralien wieder zu festem Kalziumkarbonat. Das setzt sich als graue oder weiße Schicht ab.

Die Kalkschicht isoliert den Heizstab. Er muss dann länger heizen und heißer werden, um das Wasser auf die gewünschte Temperatur zu bringen. Je dicker die Kalkschicht, desto mehr Energie geht verloren. In Rohren und Pumpen verengt Kalk den Durchfluss. Die Geräte ziehen dann mehr Strom, um Wasser zu befördern. Dadurch steigen die Betriebskosten, und die Geräte verschleißen schneller.

Die größten Stromfresser im Haushalt

Wasserkocher und Kaffeemaschine

Beide Geräte erhitzen das Wasser mit einem Heizstab. Schon eine dünne Kalkschicht verlängert die Aufheizzeit spürbar. Ein verkalkter Wasserkocher braucht für dieselbe Menge Wasser mehr Strom. Die Wärme muss erst durch die Kalkschicht ins Wasser gelangen. Bei Kaffeemaschinen behindern verstopfte Leitungen den Durchfluss, und die Pumpe zieht mehr Strom.

Entkalken Sie diese Geräte etwa alle vier bis acht Wochen, wenn Sie in einer Region mit hartem Wasser leben. Bei weichem Wasser reicht ein größerer Abstand. Ein einfacher Test: Füllen Sie den Wasserkocher und schalten Sie ihn ein. Wenn das Wasser deutlich länger zum Kochen braucht als bei einem neuen Gerät, ist eine Entkalkung fällig.

Waschmaschine

In der Waschmaschine setzt sich Kalk an Heizstab und Laugenbehälter ab. Ein verkalkter Heizstab muss das Wasser stärker erhitzen. Dadurch steigt der Stromverbrauch pro Waschgang. Zusätzlich verkalken die Schläuche. Dadurch muss die Pumpe mehr arbeiten.

Die meisten Hersteller empfehlen, die Waschmaschine je nach Wasserhärte zwei bis vier Mal pro Jahr zu entkalken. Viele Maschinen haben ein eigenes Pflegeprogramm. Alternativ können Sie einen leeren Waschgang bei hoher Temperatur mit einem handelsüblichen Entkalker laufen lassen. Achten Sie auf die Herstellerangaben, denn einige Maschinen vertragen keine aggressiven Mittel.

Gefrierfach und Kühlschrank abtauen

Auch wenn es hier nicht um Kalk geht: Abtauen spart ebenfalls Energie. Eine Eisschicht von nur einem Zentimeter im Gefrierfach erhöht den Stromverbrauch um bis zu 15 Prozent. Das Eis isoliert die Kühlfläche. Dadurch muss der Kompressor länger laufen, um die Temperatur zu halten. Tauen Sie das Gefrierfach mindestens einmal pro Jahr ab, bei häufigem Öffnen auch öfter.

Die richtige Entkalkungsmethode

Für die meisten Geräte eignen sich handelsübliche Entkalker mit Zitronensäure oder Amidosulfonsäure. Zitronensäure ist mild und umweltfreundlich, wirkt aber bei starken Ablagerungen langsamer. Amidosulfonsäure löst dicke Kalkschichten schneller, ist aber aggressiver.

Bei Wasserkochern genügt oft eine Mischung aus Wasser und Zitronensäure oder Essigessenz. Lassen Sie die Lösung aufkochen und anschließend eine halbe Stunde einwirken. Danach gründlich ausspülen, damit keine Rückstände ins Getränk gelangen.

Bei Kaffeemaschinen verwenden Sie am besten die vom Hersteller empfohlenen Entkalker. Diese sind auf die Materialien der Maschine abgestimmt und verstopfen die Leitungen nicht. Führen Sie das Entkalkungsprogramm durch, wenn die Maschine eines besitzt. Danach zwei bis drei Leerläufe mit klarem Wasser, um alle Rückstände zu entfernen.

Für Waschmaschinen gibt es flüssige oder pulverförmige Entkalker. Geben Sie das Mittel in das Pulverfach und starten Sie einen Leerlauf bei hoher Temperatur. Bei sehr hartem Wasser lohnt es sich zusätzlich, das Flusensieb und die Türdichtung zu reinigen. Auch dort lagern sich Kalk und Schmutz ab.

So erkennen Sie, wann Sie entkalken müssen

Sie müssen nicht auf gut Glück entkalken. Diese Anzeichen zeigen, wann Sie entkalken sollten:

  • Der Wasserkocher braucht länger zum Kochen oder wird außen ungewöhnlich heiß.
  • Die Kaffeemaschine läuft langsamer durch oder das Getränk schmeckt bitter.
  • Auf dem Heizstab oder am Boden des Wasserkochers ist eine weiße Schicht sichtbar.
  • Die Waschmaschine hat weiße Rückstände auf der Wäsche oder an der Türdichtung.
  • Das Gerät macht beim Betrieb ungewöhnliche Geräusche, etwa ein Rumpeln im Wasserkocher.

Wenn Sie diese Zeichen bemerken, entkalken Sie bald. Je länger Sie warten, desto dicker wird die Schicht und desto mehr Energie geht verloren.