Die meisten Lebensmittel verderben nicht, weil sie zu alt sind, sondern weil sie falsch gelagert werden. Die Küche hat warme, kühle, helle, dunkle, trockene und feuchte Zonen; jedes Lebensmittel reagiert anders darauf. Tomaten im Kühlschrank, Brot neben der Heizung oder offene Mehlpackungen verlieren an Geschmack, halten kürzer und schimmeln schneller. Wer die Küche nach diesen Bedingungen nutzt, wirft weniger weg und spart Geld. Mit kleinen Umstellungen vermeiden Sie fünf häufige Fehler.
Tomaten gehören nicht in den Kühlschrank
Tomaten verlieren im Kühlschrank ihr Aroma. Die Kälte unterbricht die Reifung, die Früchte schmecken danach wässrig und mehlig, und die feuchte Kühlluft begünstigt Schimmel. Tomaten lagern besser an einem schattigen, luftigen und kühlen Ort, etwa in einer Vorratskammer oder einem kühlen Abstellraum. Auf der Arbeitsfläche reifen sie bei Zimmertemperatur nach und entfalten ihr Aroma, solange sie keiner prallen Sonne ausgesetzt sind. Eine verschlossene Plastiktüte ist ungeeignet, weil sich darin Feuchtigkeit staut.
Grün von Möhren und Radieschen abschneiden
Das Grün an Möhren und Radieschen sieht frisch aus, schadet aber den Wurzeln. Die Blätter ziehen weiter Wasser aus der Knolle, dadurch werden Möhren schneller schrumpelig und Radieschen verlieren an Biss. Schneiden Sie das Grün vor dem Lagern ab und bewahren Sie die Wurzeln im Gemüsefach des Kühlschranks auf. Das abgeschnittene Grün müssen Sie nicht wegwerfen: Es schmeckt gehackt im Salat, in Suppen und im Pesto oder lässt sich wie Spinat zubereiten.
Kartoffeln kühl und dunkel lagern
Kartoffeln treiben bei Wärme und Licht früh Keime. Die Keime entziehen der Knolle Vitamine und Spurenelemente, die Kartoffel wird weich und verliert an Geschmack. Lagern Sie Kartoffeln deshalb kühl, dunkel und trocken, etwa im Keller, in einer dunklen Kammer oder im geschlossenen Vorratsschrank. Ein Platz nahe der Heizung oder am Fenster ist ungeeignet. Kartoffeln mit Keimen können Sie trotzdem essen: Schneiden Sie die Keime vor der Zubereitung großzügig ab. Faulige oder matschige Knollen sollten Sie aussortieren, damit sie die übrigen Kartoffeln nicht verderben.
Brot gehört nicht in den Kühlschrank
Im Kühlschrank trocknet Brot schnell aus. Die kühle, trockene Luft entzieht dem Brot Feuchtigkeit, es wird altbacken und verliert an Aroma. Brot lagern Sie am besten bei Zimmertemperatur, etwa in einem Brotkasten oder in einem Stoffbeutel. Dort bleibt die Kruste knusprig und das Innere saftig. Wer Brot länger aufbewahren möchte, friert es in Scheiben ein und taut bei Bedarf einzelne Scheiben auf.
Mehl und Getreideprodukte luftdicht lagern
Mehl, Haferflocken und andere Getreideprodukte liegen oft in der geöffneten Originaltüte im Schrank. Durch die offene Tüte oder dünnes Papier gelangen Lebensmittelmotten leicht in den Vorrat. Nach dem ersten Fund befallen sie schnell alle Getreideprodukte im Schrank. Füllen Sie Mehl, Haferflocken, Müsli, Reis und Nudeln nach dem Öffnen in gut verschließbare Behälter aus Glas oder stabilem Kunststoff. Die Behälter halten Motten, Feuchtigkeit und Fremdgerüche fern, das Essen bleibt länger frisch. Schütten Sie beim Umfüllen nur Ware in den Behälter, die sauber und frei von Gespinsten ist.