Putzen geht schneller und gründlicher, wenn die Reihenfolge stimmt: erst trocken abstauben, dann feucht wischen, den Boden zuletzt. Wer zuerst saugt und danach die Regale abstaubt, verteilt den Staub direkt wieder auf dem sauberen Boden.
Ein einfacher Putzplan verteilt die Aufgaben auf die Woche und hält die Wohnung mit weniger Aufwand sauber. Wie oft Sie putzen müssen, hängt vom Haushalt ab: Hundehaare, Kinderspuren oder Allergien bedeuten häufigeres Putzen als in einem Ein-Personen-Haushalt ohne Tiere.
Die richtige Reihenfolge beim Putzen
Die Reihenfolge entscheidet darüber, wie lange die Wohnung sauber bleibt. Räumen Sie zuerst alles weg, was nicht an seinen Platz gehört: Geschirr in die Küche, Kleidung in den Schrank, Papier in den Papierkorb. Aufgeräumte Flächen reinigen Sie schneller und gründlicher, und der Schmutz verteilt sich nicht in der Wohnung.
Danach arbeiten Sie von oben nach unten. Stauben Sie zuerst die hohen Flächen ab, also Regale, Schränke, Fensterbänke und Lampen. Der Staub, der dabei herunterfällt, landet auf dem Boden und der Staubsauger nimmt ihn später auf. Anschließend wischen Sie die Flächen feucht ab, an denen Sie arbeiten oder essen, etwa Tische und Arbeitsplatten.
Staubsaugen ist der vorletzte Schritt. Saugen Sie den Boden gründlich, auch unter Möbeln und entlang der Kanten. Erst danach wischen Sie den Boden feucht. So nehmen Sie den letzten Rest Staub auf, und nichts bleibt zurück, was den frisch gewischten Boden wieder verschmutzt. Arbeiten Sie in jedem Raum von der hinteren Ecke zur Tür hin, damit Sie nicht über die gereinigten Flächen laufen.
Warten Sie mit dem Putzen nicht zu lange. Festgetretener Schmutz ist deutlich schwerer zu entfernen als frischer Staub oder frische Flecken. Das bedeutet nicht, dass Sie täglich die ganze Wohnung putzen müssen. Wichtiger ist, den Schmutz zu entfernen, bevor er sich festsetzt.
Putzmaterial bereitlegen und Zeit einplanen
Bevor Sie mit dem Putzen beginnen, legen Sie alles bereit, was Sie brauchen: Staubsauger, Eimer, Lappen, Schwämme und die passenden Reinigungsmittel. Wer während der Arbeit erst nach einem Tuch oder einer Flasche suchen muss, verliert Zeit und unterbricht den Ablauf.
Öffnen Sie die Fenster, bevor Sie mit Reinigungsmitteln arbeiten. Für die meisten Flächen reicht ein Allzweckreiniger; für Bad und Glas brauchen Sie eigene Mittel. Mischen Sie niemals verschiedene Reinigungsmittel, insbesondere kein Chlorbleichmittel mit sauren Mitteln wie Essig oder Zitronensäure. Dabei entsteht Chlorgas, das die Atemwege reizt.
Tragen Sie bequeme Kleidung, die etwas abbekommen darf. Und entscheiden Sie vorher, wie viel Zeit Sie zur Verfügung haben. Für eine gründliche Reinigung der ganzen Wohnung brauchen Sie mehr Zeit als für ein schnelles Putzen. Wenn die Zeit knapp ist, setzen Sie Prioritäten.
Putzplan und Checkliste
Ein Putzplan verteilt die Aufgaben auf die Woche und verhindert, dass sich am Wochenende die ganze Arbeit ansammelt. Sie können zum Beispiel montags das Bad putzen, dienstags Staub wischen, mittwochs saugen und freitags die Böden wischen. Der Plan muss nicht perfekt sein; er soll Ihnen den Rhythmus vorgeben.
Wie oft Sie putzen, hängt von Ihrem Haushalt ab. In einem Haushalt mit Hund fallen Haare an, die häufiger entfernt werden müssen; mit kleinen Kindern sind Böden und Tische schneller verschmutzt. Wer allein wohnt und wenig Staub in die Wohnung bringt, muss seltener putzen. Regelmäßiges Putzen sorgt außerdem dafür, dass sich Krümel auf dem Sofa und Staubflusen in den Ecken gar nicht erst ansammeln.
Eine Checkliste mit abhakbaren Aufgaben hilft, den Überblick zu behalten. Schreiben Sie auf, was Sie wann erledigen wollen, und haken Sie die Punkte ab. Am Ende der Woche sehen Sie auf einen Blick, was geschafft ist. Halten Sie den Plan realistisch: Lieber regelmäßig eine kleine Runde putzen, als einen großen Putztag zu planen und ihn dann zu verschieben.
Die Zwei-Stunden-Reinigung
Die Zwei-Stunden-Reinigung ist eine Methode für alle, die die Wohnung gründlich sauber bekommen wollen, ohne den ganzen Tag zu verbrauchen. Das Ziel ist eine gepflegte Wohnung; Perfektion ist nicht nötig. Sie arbeiten zügig und konzentrieren sich auf das, was am meisten auffällt.
Bereiten Sie alles vor, bevor Sie starten: Reinigungsmittel, Lappen, Staubsauger und eine kurze Liste, was Sie in welcher Reihenfolge angehen. Bequeme Kleidung gehört dazu. Dann legen Sie fest, was zuerst kommt: Küche und Bad bekommen die meiste Aufmerksamkeit, weil sich dort Schmutz festsetzt und weil diese Räume Gäste zuerst sehen. Wohn- und Schlafzimmer können Sie schneller durchgehen.
Bei dieser Methode gilt: Lieber die meisten Dinge gründlich erledigen als wenige perfekt. Wenn ein Fleck nicht sofort weicht, lassen Sie ihn kurz einweichen und arbeiten weiter. Sie können später zurückkehren, statt sich an einer Stelle festzubeißen. Ein Allzweckreiniger, der für mehrere Oberflächen geeignet ist, spart dabei Zeit.
So reinigen Sie jede Oberfläche
Für die meisten Oberflächen reicht warmes Wasser mit einem Schuss Neutralreiniger. Aggressive Mittel sind selten nötig und können empfindliche Materialien angreifen. Bei Holz, Naturstein oder beschichteten Flächen testen Sie ein neues Mittel zuerst an einer unauffälligen Stelle.
Staub entfernen Sie am besten mit einem leicht feuchten Mikrofasertuch. Es nimmt den Staub auf, statt ihn nur zu verteilen. Für Glas und Spiegel nehmen Sie einen Glasreiniger und ein trockenes Tuch; wischen Sie in langen Bahnen, dann bleiben weniger Schlieren. Fenster putzen Sie an einem bewölkten Tag, weil die Flüssigkeit in der Sonne zu schnell trocknet und Schlieren hinterlässt.
In der Küche lösen fettlösende Reiniger den Schmutz von Herd und Arbeitsplatte. Lassen Sie das Mittel kurz einwirken und wischen Sie Flächen, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen, anschließend mit klarem Wasser nach. Im Bad hilft ein Mittel gegen Kalk, etwa für Waschbecken, Dusche und Armaturen. Scheuerschwämme sind nur für robuste Flächen geeignet; auf Glas, Acryl und lackierten Oberflächen hinterlassen sie Kratzer.