Kalkflecken entstehen, wo Wasser trocknet und verdunstet. An Wasserhähnen, Duscharmaturen und Mischbatterien bleiben weiße Ränder und Schlieren zurück. Bleiben sie lange liegen, lassen sie sich nicht mehr einfach abwischen. Gegen den Kalk hilft eine Säure: Das Hausmittel muss einen pH-Wert zwischen 1 und 5 haben.
Das Material der Armatur entscheidet, was Sie verwenden dürfen. Die Säure, die Kalk löst, kann auch das Metall darunter angreifen. Ob Essig infrage kommt und welche Werkzeuge Sie brauchen, hängt deshalb vom Material ab. Verchromte, kupferne, lackierte und marmorne Oberflächen vertragen Essig nicht und brauchen eine andere Behandlung.
Erst das Material prüfen
Viele Armaturen im Bad sind verchromt. Die glänzende Schicht wirkt robust, reagiert aber empfindlich auf Säuren. Essig beschädigt Chrom, Kupfer, Aluminium, lackierte Oberflächen und Marmor. Auf diesen Materialien lassen Sie Essig weg.
Ob Ihre Armatur Essig verträgt, klären Sie vor der Reinigung. Die Herstellerangaben im Handbuch oder auf der Verpackung nennen das Material. Fehlen diese Angaben, testen Sie die Essiglösung an einer unauffälligen Stelle, zum Beispiel an der Rückseite des Hahns. Lassen Sie sie kurz einwirken, spülen Sie gründlich ab und prüfen Sie das Ergebnis. Verchromte Armaturen reinigen Sie mit einem Mittel, das ausdrücklich für Chrom geeignet ist. Für leichte Schleier reicht ein feuchtes Mikrofasertuch, wenn Sie anschließend trocknen.
Werkzeuge, die keine Kratzer hinterlassen
Grundregel: Alles, was die Armatur berührt, muss weich sein. Scheuerschwämme, Stahlwolle und harte Bürsten schaden der Oberfläche mehr als der Kalk. Kratzer fangen neuen Schmutz und neuen Kalk und lassen sich nicht mehr entfernen. Ein kleiner Satz Haushaltswerkzeuge reicht aus:
- Mikrofasertücher nehmen Kalkreste und Wasser auf und kratzen nicht.
- Ein weicher Schwamm reinigt größere Flächen.
- Eine alte Zahnbürste erreicht Ecken, Fugen und die Unterseite des Hebels.
- Wattestäbchen kommen in schmale Ritzen.
- Eine Sprühflasche verteilt die Essiglösung gleichmäßig auf senkrechten Flächen.
Reiben Sie Kalk nie trocken ab. Die harten Rückstände wirken dann wie Schleifpapier und können feine Kratzer ziehen, selbst wenn das Tuch weich ist. Weichen Sie die Stelle zuerst ein, danach löst sich der Kalk ohne Druck.
Essig ansetzen und einwirken lassen
Wenn die Armatur keine empfindliche Oberfläche hat, ist Essigessenz ein bewährtes Hausmittel. Essigessenz ist stark konzentrierter Essig und wird deshalb immer mit Wasser verdünnt. Wie viel Wasser Sie zugeben, richtet sich nach der Stärke der Ablagerungen. Für leichte Schlieren reicht eine milde Mischung, bei festsitzendem Kalk erhöhen Sie den Essiganteil. Ein festes Rezept gibt es nicht. Beginnen Sie mit einer milden Mischung und setzen Sie mehr Essigessenz zu, falls der Kalk nicht weicht.
Tragen Sie die Lösung mit einem Tuch oder der Sprühflasche auf. An senkrechten Flächen läuft sie ab. Legen Sie ein getränktes Tuch über die Stelle, damit sie länger einwirken kann. Lassen Sie die Mischung mehrere Stunden oder über Nacht einwirken. Spülen Sie die Armatur danach mit kaltem Wasser ab. Auch Zitronensaft oder verdünnte Zitronensäure lösen Kalk. Für sie gelten dieselben Materialgrenzen wie für Essig. Lüften Sie das Bad, solange die Essiglösung arbeitet. Der Geruch ist kräftig.
Cola lieber für Töpfe aufheben
Cola taucht in Haushaltstipps regelmäßig als Entkalkungsmittel auf. Je nach Marke enthält sie bis zu drei verschiedene Säuren. In Töpfen und Pfannen kann sie Kalkablagerungen lösen. An Armaturen taugt sie nicht. Der Zucker bleibt in Fugen, Gewinden und am Strahlregler kleben, trocknet dort ein und zieht neuen Schmutz an. Für Armaturen, die Säure vertragen, ist die verdünnte Essigessenz das einfachere Mittel. Cola gehört in die Küche, wo sie Töpfe und Pfannen entkalkt.
Nach dem Reinigen abtrocknen
Dieser Schritt hält die Armatur am längsten sauber. Kalk entsteht dort, wo Wasser verdunstet. Solange die Armatur nass bleibt, bildet sich neuer Kalk. Trocknen Sie die Armatur nach jeder Reinigung mit einem weichen Tuch ab, am besten direkt nach dem Gebrauch. Ein Mikrofasertuch nimmt das Wasser auf, ohne Streifen zu hinterlassen. Wer das Wasser regelmäßig abwischt, entzieht dem Kalk die häufigste Grundlage. Es bleibt keine Feuchtigkeit übrig, die eintrocknen kann.