Prüfen Sie vor einem Alltagskauf kurz, ob Sie den Gegenstand brauchen, ob der Preis zu Ihrem Budget passt und ob Ihnen danach genug Geld bleibt. So prüfen Sie, ob ein spontaner Wunsch zu Ihrem Alltag und Ihrem Budget passt.
Der Entscheidungscheck ist eine Orientierungshilfe, kein wissenschaftlich geprüfter Test. Er hilft Ihnen, Käufe zu prüfen, ohne jeden davon infrage zu stellen.
Entscheidungscheck vor dem Kauf
Gehen Sie die Fragen kurz durch, bevor Sie etwas in den Warenkorb legen oder an der Kasse bezahlen:
- Was soll der Kauf für mich lösen? Gibt es einen konkreten Bedarf, etwa einen kaputten Gebrauchsgegenstand, oder reizt mich vor allem ein Angebot?
- Habe ich schon etwas, das denselben Zweck erfüllt? Vielleicht reicht es, den vorhandenen Gegenstand weiterzuverwenden, zu reparieren oder etwas auszuleihen.
- Würde ich den Artikel auch ohne Rabatt oder Countdown kaufen? Wenn Sie unsicher sind, legen Sie den Artikel erst einmal zurück. Eine feste Wartezeit passt nicht für jeden Kauf.
- Passt der Preis in mein verfügbares Budget? Berücksichtigen Sie auch anstehende Rechnungen und Ausgaben, nicht nur den aktuellen Kontostand.
- Habe ich passende Alternativen verglichen? Prüfen Sie, ob ein vergleichbares Produkt denselben Bedarf günstiger erfüllt.
Wenn Sie den Gegenstand brauchen, der Preis passt und genug Geld im Budget ist, können Sie sich bewusst für den Kauf entscheiden. Ist noch ein wichtiger Punkt offen, warten Sie mit der Entscheidung, bis Sie ihn geprüft haben.
Prüfen Sie den tatsächlichen Preis
Ein Rabatt macht einen Kauf nicht automatisch günstig. Vergleichen Sie Produkte, die denselben Zweck erfüllen, und achten Sie auf den Preis, den Sie tatsächlich zahlen. Rechnen Sie bei einem Gerät nötige Zubehörteile und laufende Kosten mit ein, wenn Sie sie für die Nutzung brauchen.
Verkaufsdruck erschwert den Vergleich. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass Countdowns und Behauptungen wie „nur noch heute“ zu schnellen Entscheidungen verleiten können. Fragen Sie sich deshalb, ob Sie den Artikel auch ohne den Zeitdruck kaufen würden. Wenn die Antwort unklar ist, hilft eine Pause. Eine bestimmte Bedenkzeit ist für alle Käufe jedoch nicht belegt.
Nutzen Sie Ihr Budget als Orientierung
Ein Budget ist der Betrag, den Sie für bestimmte Ausgaben einplanen. Eine einfache Liste Ihrer Einnahmen und Ausgaben zeigt, was nach den festen Kosten noch übrig bleibt. Notieren Sie variable Ausgaben, etwa für Lebensmittel oder Freizeit, wenn Sie bisher schwer einschätzen können, wohin Ihr Geld fließt.
In mehreren untersuchten Situationen gaben Menschen weniger aus, wenn sie sich ein Budget gesetzt hatten. Das galt auch, wenn sie es nicht immer genau einhielten. Daraus lässt sich keine bestimmte Ersparnis für einzelne Haushalte ableiten. Bei einer größeren geplanten Anschaffung lohnt es sich außerdem, das Budget kurz vor dem Kauf erneut zu prüfen. Eine Studie zu einzelnen Kaufvorhaben deutet darauf hin, dass ein lange zuvor festgelegter Betrag an Einfluss verlieren kann.
Ein Haushaltsbuch schafft keinen zusätzlichen finanziellen Spielraum. Wenn nach notwendigen Ausgaben kaum Geld übrig bleibt, liegt das nicht an einem fehlenden Entscheidungscheck. Er kann beim Sortieren helfen, aber ein knappes Einkommen nicht ausgleichen.
Entscheiden Sie ohne Kaufdruck
Wenn Sie einen notwendigen Gegenstand ersetzen müssen, ist langes Warten unpraktisch. Prüfen Sie dann gezielt, welche Ausführung Ihren Bedarf erfüllt und welche Angebote tatsächlich vergleichbar sind. Bei einem Wunschkauf, der nicht dringend ist, können Sie die Entscheidung vertagen und später noch einmal auf Bedarf, Preis und Budget schauen.
Auch bei einem Onlinekauf können Sie den Vertrag unter bestimmten Voraussetzungen widerrufen. Für viele Fernabsatzverträge gilt grundsätzlich eine 14-tägige Frist; Ausnahmen sind möglich. Sie müssen dem Händler den Widerruf mitteilen. Es reicht nicht, die Ware ohne Erklärung zurückzusenden. Für jeden Kauf gilt diese Regel nicht, und ein Kauf im Laden lässt sich nicht generell einfach rückgängig machen.