Waschmaschine und Wäschetrockner geben beim Betrieb viel Feuchtigkeit an die Raumluft ab. Ohne richtiges Lüften staut sich diese Feuchtigkeit in Waschkellern und Hauswirtschaftsräumen. Ein sauberer Trockner trocknet schneller und gibt weniger Wärme und Restfeuchte an den Raum ab. Regelmäßiges Reinigen der wichtigsten Teile und gezieltes Lüften halten die Luftfeuchtigkeit niedrig und beugen Schimmel vor.
Dauerhaft zu hohe Luftfeuchtigkeit schadet der Gesundheit und greift die Bausubstanz an. Kondenswasser an kalten Wänden ist der häufigste Auslöser für Schimmelpilze. Mit wenigen Handgriffen am Trockner und einem festen Lüftungsrhythmus vermeiden Sie das.
Warum der Trocknerraum feucht wird
Die Waschmaschine schleudert der Wäsche nicht das gesamte Wasser aus. Der Trockner gibt die Restfeuchte als warme, feuchte Luft wieder ab. Bei einem Ablufttrockner zieht diese Luft durch einen Schlauch nach draußen. Kondenstrockner und Wärmepumpentrockner sammeln das Wasser im Behälter oder führen es in den Abfluss. Trotzdem erwärmt jeder Trockner den Raum, und ein Teil der Feuchtigkeit entweicht während des Betriebs in die Raumluft. Hängt die feuchte Wäsche zusätzlich im Raum, steigt die Luftfeuchtigkeit deutlich.
Waschkeller haben oft kleine Fenster oder gar keine. Dann bleibt die Feuchtigkeit im Raum. Sie setzt sich an kalten Wänden als Kondenswasser ab und bildet den Nährboden für Schimmelpilze. Wenn Sie die Tür zum Rest der Wohnung offen lassen, verteilen Sie die Feuchtigkeit zusätzlich in andere Räume.
Flusensieb, Sensoren und Kondensator reinigen
Das Flusensieb verschmutzt am schnellsten. Nach jedem Trockengang sammeln sich dort Fusseln und Haare. Wenn Sie das Sieb nicht leeren, verringern Sie den Luftstrom im Gerät. Der Trockner braucht dann länger, verbraucht mehr Strom, und die Wäsche kommt nicht richtig trocken heraus. Das Sieb lässt sich meist unter fließendem Wasser abspülen. Einmal im Monat reinigen Sie es gründlicher mit einer weichen Bürste und etwas Spülmittel. So entfernen Sie die feine Schicht, die sich mit der Zeit bildet.
Die Feuchtigkeitssensoren sitzen bei den meisten Geräten als zwei Metallstäbe oben im Türbereich oder im Inneren der Trommel. Sie messen, wie feucht die Wäsche noch ist, und beenden den Trockengang zum richtigen Zeitpunkt. Kalk und Weichspülerreste setzen sich auf den Stäben ab und verfälschen die Messung. Die Folge: Der Trockner schaltet zu früh ab und die Wäsche bleibt feucht, oder er läuft zu lange und die Wäsche wird zu trocken. Ein feuchtes Tuch mit etwas Essig oder Zitronensäure entfernt die Ablagerungen. Danach wischen Sie mit klarem Wasser nach.
Der Kondensator entzieht der feuchten Luft das Wasser. Er sitzt je nach Modell hinter einer Klappe an der Front oder im unteren Bereich des Geräts. Flusen, die am Sieb vorbeikommen, und Kalk setzen sich an den Lamellen ab. Ein verstopfter Kondensator verlängert die Trockenzeit spürbar und treibt den Stromverbrauch nach oben. Viele Geräte erlauben es, den Kondensator unter der Dusche oder mit dem Gartenschlauch durchzuspülen. Lassen Sie ihn danach vollständig trocknen, bevor er zurück ins Gerät kommt. Bei Wärmepumpentrocknern sitzt der Kondensator oft an einer anderen Stelle als bei einfachen Kondenstrocknern. Die Anleitung des Herstellers zeigt die genaue Position und ob das Bauteil überhaupt für die Reinigung vorgesehen ist. Manche neueren Geräte reinigen den Kondensator automatisch.
Ablufttrockner haben keinen Kondensator. Prüfen Sie den Abluftschlauch regelmäßig auf Knicke und Verstopfungen, damit die feuchte Luft ungehindert nach draußen gelangt. Auch die Gummidichtung an der Tür und der Bereich um die Trommel sammeln Flusen. Ein feuchtes Tuch genügt, um sie zu entfernen.
Stoßlüften hält den Raum trocken
Der wirksamste Weg, die Luftfeuchtigkeit im Waschkeller zu senken, ist Stoßlüften. Öffnen Sie das Fenster weit und lassen Sie für fünf bis zehn Minuten frische Luft herein, am besten mehrmals täglich. Im Winter reichen oft kürzere Lüftungszeiten, weil die kalte Außenluft wenig Feuchtigkeit enthält. Im Sommer, wenn die Luft draußen warm und feucht ist, lüften Sie besser in den kühleren Morgen- oder Abendstunden.
Gekippte Fenster bringen wenig. Sie kühlen die Wand rund um das Fenster aus, ohne die Luft wirklich auszutauschen. Besser ist es, das Fenster ganz zu öffnen und bei gegenüberliegenden Fenstern für Durchzug zu sorgen. Während der Trockner läuft und direkt danach ist die Luftfeuchtigkeit am höchsten. Lüften Sie in dieser Zeit. Schließen Sie die Tür zum Rest der Wohnung, damit die Feuchtigkeit nicht in Schlaf- und Wohnräume zieht.
Heizen und Luftentfeuchter als Ergänzung
Stoßlüften allein reicht in schlecht belüfteten Kellern nicht immer. Heizen Sie den Raum gleichmäßig und lassen Sie ihn nicht zwischendurch stark auskühlen. Warme Wände bilden weniger Kondenswasser, weil die Luftfeuchtigkeit nicht an kalten Oberflächen ausfällt.
Bei dauerhaft hoher Luftfeuchtigkeit, wenn Fenster fehlen oder das Lüften nicht ausreicht, hilft ein elektrischer Luftentfeuchter. Diese Geräte ziehen die Feuchtigkeit aus der Luft und sammeln das Wasser im Behälter. Sie arbeiten zuverlässig, verbrauchen aber Strom und sollten nur dort stehen, wo das Problem wirklich besteht. Hausmittel wie Schalen mit Salz oder Reis entziehen der Luft keine nennenswerte Menge Wasser und sind als Lösung für einen feuchten Waschkeller ungeeignet.