Verkrustete Spritzer und hartnäckige Gerüche entfernen Sie, indem Sie Wasser im Garraum erhitzen. Der Dampf weicht angetrocknete Reste auf und neutralisiert Gerüche. Danach wischen Sie die Innenflächen ab und lassen die Mikrowelle vollständig trocknen. Scharfe Reinigungsmittel oder stundenlanges Scheuern brauchen Sie dafür nicht.
Metallgegenstände und ungeeignete Reiniger gehören nicht in den Garraum; sie beschädigen das Gerät.
Warum Wasserdampf eingetrocknete Reste löst
Der Dampf löst eingetrocknete Speisereste von den Wänden, dem Drehteller und der Decke. Er verteilt sich gleichmäßig im gesamten Garraum. Anders als bei Reinigungssprays erreicht er auch schwer zugängliche Ecken, ohne dass Sie dort mit einem Tuch hinkommen müssen. Die Feuchtigkeit dringt in die Verkrustungen ein und macht sie weich. Danach wischen Sie sie mit einem feuchten Tuch ab. Wenden Sie die Methode regelmäßig an, bilden sich keine dicken Schichten.
Dampfreinigung Schritt für Schritt
Stellen Sie eine mikrowellengeeignete Schüssel oder ein tiefes Gefäß mit etwas Wasser in den Garraum. Erhitzen Sie das Wasser auf höchster Stufe, bis es deutlich dampft. Je nach Leistung Ihres Geräts dauert das ein bis drei Minuten. Lassen Sie die Tür danach geschlossen und warten Sie weitere zwei bis drei Minuten, damit der Dampf die Verschmutzungen einweicht. Öffnen Sie dann die Tür vorsichtig, denn der austretende Dampf ist heiß.
Nehmen Sie die Schüssel mit einem Topflappen heraus und wischen Sie die Innenflächen mit einem weichen Schwamm oder Mikrofasertuch ab. Die gelösten Reste gehen jetzt meist ohne Druck ab. Für hartnäckige Stellen wiederholen Sie den Vorgang oder lassen den Dampf etwas länger einwirken. Vergessen Sie nicht den Drehteller und die Halterung darunter, auch dort setzen sich Spritzer ab.
Nach dem Dampfen: Auswischen und vollständig trocknen
Nach dem Abwischen bleibt Feuchtigkeit an den Wänden und in den Ecken zurück. Trocknen Sie den Garraum gründlich mit einem trockenen Tuch ab, auch die Türdichtung und die Lüftungsschlitze. Restfeuchte begünstigt mit der Zeit unangenehme Gerüche und führt bei manchen Geräten zu Rost oder Schimmel an den Dichtungen. Lassen Sie die Tür anschließend für einige Minuten offen stehen, damit die letzte Feuchtigkeit entweicht. Erst wenn der Innenraum vollständig trocken ist, sollten Sie die Mikrowelle wieder schließen.
Was nicht in die Mikrowelle gehört
Metallgegenstände haben im Garraum nichts zu suchen, auch nicht beim Reinigen. Besteck, Alufolie oder Schüsseln mit Metallrand reflektieren die Mikrowellen und können Funken und Schäden am Gerät verursachen. Verwenden Sie ausschließlich Gefäße aus Glas, Keramik oder mikrowellengeeignetem Kunststoff. Achten Sie beim Kauf darauf, dass der Behälter als mikrowellengeeignet gekennzeichnet ist.
Auch bei den Reinigungsmitteln gibt es Grenzen. Scheuerschwämme, Stahlwolle und aggressive Chemikalien wie Backofenreiniger oder Chlorbleiche zerkratzen die Innenflächen und greifen die Beschichtung an. Bei Geräten mit Edelstahl- oder Keramikbeschichtung können solche Mittel dauerhafte Schäden verursachen. Bleiben Sie bei Wasser, mildem Spülmittel und einem weichen Tuch. Wenn Sie eine Zitronenhälfte oder etwas Essig ins Wasser geben, verstärkt das die Reinigungswirkung und neutralisiert Gerüche, schadet aber dem Material nicht.
Gerüche dauerhaft loswerden
Für hartnäckige Gerüche, etwa nach verbranntem Essen, reicht die Dampfmethode mit klarem Wasser nicht immer aus. Geben Sie in diesem Fall den Saft einer halben Zitrone oder zwei Esslöffel Essigessenz ins Wasser und erhitzen Sie es wie beschrieben. Der Dampf nimmt die Geruchspartikel auf und verteilt sie nicht neu. Lassen Sie die Mikrowelle danach auslüften. Öffnen Sie die Tür und das Küchenfenster, damit der Geruch vollständig abzieht. Bei sehr hartnäckigen Fällen wiederholen Sie den Vorgang am nächsten Tag.
Wann Sie die Methode anpassen sollten
Die Dampfmethode funktioniert bei den meisten handelsüblichen Mikrowellen. Bei einigen Geräten müssen Sie vorsichtiger sein. Bei Mikrowellen mit integriertem Grill oder Heißluftfunktion sollten Sie die Heizstäbe nicht mit Wasser in Kontakt bringen, da dies zu Korrosion führen kann. Reinigen Sie diese Bereiche separat mit einem leicht feuchten Tuch. Bei Geräten mit speziellen Innenbeschichtungen, etwa antibakteriellen Beschichtungen oder Emaille, lesen Sie die Herstellerhinweise in der Bedienungsanleitung. Manche Beschichtungen vertragen keine längere Feuchtigkeitseinwirkung, hier reicht eine kürzere Dampfphase von einer Minute.