Regelmäßiges Reinigen hält Haushaltsgeräte hygienisch, senkt den Energieverbrauch und verlängert ihre Lebensdauer. Viele Haushalte verwenden mehr Putzmittel als nötig. Die Stiftung Warentest empfiehlt eine kleine Grundausstattung milder Reinigungsmittel. Damit halten Sie Küche, Bad und Geräte sauber und umweltfreundlich. Entscheidend sind das richtige Mittel für die Oberfläche, das passende Werkzeug, regelmäßige Pflege und die Hinweise in der Herstelleranleitung. Damit kommt ein Haushalt ohne Spezialreiniger für jedes Gerät aus.
Welche Reinigungsmittel braucht ein Haushalt wirklich?
Die Stiftung Warentest hat in einem FAQ zusammengefasst, welche Reinigungsmittel ein Haushalt wirklich braucht. Das Ergebnis: Es sind deutlich weniger, als die Werbung suggeriert. Ein Allzweckreiniger, ein Scheuermittel für hartnäckige Verschmutzungen, ein Entkalker und ein Glasreiniger decken die meisten Aufgaben ab. Spezialreiniger für jede Oberfläche sind meist überflüssig, wenn Sie das passende Grundmittel richtig dosieren.
Setzen Sie die Mittel sparsam ein. Zu viel Reiniger hinterlässt Rückstände, die Staub binden und bei Geräten die Funktion beeinträchtigen. Die Dosierangaben des Herstellers zeigen die richtige Menge. Wer umweltfreundlich putzen will, wählt Produkte ohne unnötige Duft- und Konservierungsstoffe und nutzt wiederverwendbare Tücher statt Einweg-Putztücher.
Eingebranntes und Kalk entfernen
Lassen Sie die Kochfläche zuerst abkühlen. Eingebrannte Speisen lösen sich dann leichter, wenn Sie die Fläche kurz einweichen lassen. Bei Glaskeramik-Kochfeldern verwenden Sie einen Ceranfeld-Schaber und ein geeignetes Reinigungsmittel, das eine dünne Schutzschicht hinterlässt. Verwenden Sie keine scheuernden Schwämme, die die Oberfläche zerkratzen.
Kalk entsteht dort, wo Wasser verdunstet, also an Wasserhähnen, in Wasserkochern und auf Fliesen. Gegen Kalk setzen Sie einen handelsüblichen Entkalker oder eine Lösung aus Essig und Wasser ein. Bei empfindlichen Materialien wie Naturstein oder versiegelten Oberflächen sollten Sie Essig meiden, weil die Säure das Material angreift. Spülen Sie nach dem Entkalken gründlich mit klarem Wasser nach.
Waschmaschine und Trockner pflegen
Waschmaschinen reinigen Wäsche in Tests fast alle gut. Die Strom- und Wasserkosten unterscheiden sich aber deutlich, und einige Geräte fallen im Langzeittest durch. Wer seine Maschine pflegt, senkt das Risiko von Schäden und hält die Hygiene aufrecht. Lassen Sie die Tür nach dem Waschen offen, damit die Trommel trocknet. Reinigen Sie die Waschmittelschublade regelmäßig und starten Sie ab und zu einen leeren Waschgang bei hoher Temperatur. Das verhindert Ablagerungen und unangenehme Gerüche.
Beim Trockner gehört das Flusensieb zur regelmäßigen Pflege. Reinigen Sie es nach jedem Trockengang, denn ein verstopftes Sieb verlängert die Trockenzeit und erhöht den Stromverbrauch. Wer einen neuen Trockner kaufen möchte, sollte auf das Energielabel achten. Seit Juli 2025 gilt eine strengere Kennzeichnung, die die Geräte besser vergleichbar macht.
Saugroboter und ihre Stationen reinigen
Saugroboter und Kombigeräte mit Wischfunktion haben in Tests der Stiftung Warentest Schwächen gezeigt. Viele Modelle werden mit einer Station verkauft, die den Roboter selbst reinigt. Diese Station übernimmt aber nicht die gesamte Pflege. Leeren Sie den Staubbehälter regelmäßig, befreien Sie die Bürsten von Haaren und Fusseln und wischen Sie die Sensoren ab. Bei Modellen mit Wischfunktion gehören die Wischtücher nach jedem Einsatz in die Wäsche, sonst verteilen sie beim nächsten Mal Schmutz und Bakterien.
Auch die Station selbst braucht Pflege. Wenn sie den Staub aus dem Roboter saugt, setzen sich Filter und Behälter mit der Zeit zu. Halten Sie Kontakte und Andockstellen trocken und sauber, damit der Roboter zuverlässig lädt. Die Herstelleranleitung zeigt, welche Teile Sie ausbauen und reinigen dürfen.
Küchenhygiene und Geschirrspüler
Der Haushalts-Check der Stiftung Warentest behandelt neben dem Waschen auch die Küchenhygiene. Wischen Sie Arbeitsflächen, Spüle und Gerätegriffe regelmäßig ab, am besten mit einem Allzweckreiniger und einem sauberen Tuch. Auch der Geschirrspüler muss regelmäßig gereinigt werden. Befreien Sie das Sieb im Innenraum von Speiseresten und wischen Sie die Türdichtung mit einem feuchten Tuch ab. Wer oft kurze Programme nutzt, sollte ab und zu einen leeren Heißwaschgang mit einem Maschinenreiniger laufen lassen, damit sich Fett und Kalkablagerungen nicht festsetzen.