Wer regelmäßig über Haushaltsthemen schreibt, zum Beispiel im Blog, auf Instagram oder im Newsletter, braucht Ideen, die Menschen tatsächlich suchen. Google Trends zeigt kostenlos, wonach bei Google gesucht wird und wie sich das Suchinteresse seit 2004 entwickelt.
Für die Themenrecherche zählen vor allem die verwandten Suchanfragen. Außerdem sollten Sie zwischen schnell wachsenden Trends und gleichmäßig gesuchten Dauerbrennern unterscheiden.
Was Google Trends zeigt
Google Trends wertet einen Teil der Google-Suchen aus und zeigt das Suchinteresse als relative Werte. Der Begriff mit dem höchsten Interesse im gewählten Zeitraum erhält den höchsten Wert. Alle anderen Werte werden dazu ins Verhältnis gesetzt. Das Tool nennt also keine absoluten Suchzahlen. Ein Wert unter dem Höchstwert zeigt nur den Abstand zu diesem Höchstwert.
Das Tool arbeitet mit zwei Datensätzen. Der historische Datensatz reicht von 2004 bis vor drei Tagen und eignet sich für langfristige Verläufe. Der Echtzeit-Datensatz deckt die letzte Woche ab und liefert feinere Daten. Wer aktuelle Entwicklungen beobachten will, nutzt den Echtzeit-Bereich. Dort sieht man zum Beispiel, wie das Interesse an einem bestimmten Reinigungsmittel plötzlich steigt.
Google unterscheidet außerdem zwischen zwei Arten von Suchinteresse. Trending Suchanfragen breiten sich am schnellsten aus. Die meistgesuchten Suchanfragen haben das höchste Suchvolumen im gewählten Zeitraum. Ein Begriff kann also stark ansteigen und trotzdem insgesamt selten gesucht werden. Für die Themenwahl ist das ein wichtiger Unterschied. Auch Nachrichtenredaktionen und Organisationen nutzen die Daten, um zu sehen, welche Themen Menschen gerade beschäftigen.
So finden Sie passende Haushaltsthemen
Der einfachste Einstieg ist ein Oberbegriff wie „Backofen reinigen" oder „Fleck entfernen". Google Trends zeigt dann den Verlauf des Suchinteresses und darunter verwandte Suchanfragen. Diese verwandten Begriffe sind oft wertvoller als der Oberbegriff selbst, weil sie zeigen, wie die Suchenden formulieren. Aus „Backofen reinigen" werden so konkrete Fragen wie „Backofen mit Backpulver reinigen" oder „Backofen reinigen mit Hausmitteln".
Bis zu fünf Begriffe lassen sich direkt miteinander vergleichen. Das eignet sich, um zu prüfen, ob ein Thema häufiger gesucht wird als ein anderes, etwa „Wäsche waschen" im Vergleich zu „Wäsche pflegen". Der Vergleich zeigt auch regionale Unterschiede. In Deutschland lässt sich das Interesse je Bundesland anzeigen. Wer einen regionalen Haushaltsblog betreibt, sieht so, ob ein Thema in der eigenen Region überhaupt nachgefragt wird.
Trends oder Dauerbrenner wählen
Für die Themenplanung sollten Sie zwischen steigenden und dauerhaft gesuchten Begriffen unterscheiden. Ein stark steigender Begriff eignet sich für einen Beitrag, der jetzt erscheint, solange das Interesse wächst. Ein Begriff mit gleichmäßig hohem Suchinteresse über Jahre trägt einen Beitrag dauerhaft, weil die Suchanfragen immer wieder kommen. Typische Dauerbrenner im Haushalt sind „Fenster putzen" oder „Schimmel entfernen".
So prüfen Sie das: Sehen Sie sich den Verlauf über zwölf Monate an. Ein gleichmäßiger Verlauf mit saisonalen Spitzen spricht für ein Dauerthema. Ein Verlauf, der in den letzten Wochen steil ansteigt, spricht für einen aktuellen Trend, der wieder abflachen kann. Viele Haushaltsthemen folgen festen Jahreszeiten: Im Frühjahr steigt das Interesse an Grundreinigung und Fensterputz, im Herbst an Heizung entlüften und Laub entfernen. Diese Muster wiederholen sich jährlich und lassen sich in einen Redaktionsplan einbauen.
Wo die Daten Grenzen haben
Google Trends zeigt nur einen Ausschnitt der Realität. Die Daten stammen aus Google-Suchen. Andere Suchmaschinen, Sprachassistenten und Plattformen wie YouTube oder Pinterest bleiben außen vor. Gerade bei Haushaltsthemen suchen viele Menschen direkt auf YouTube nach Anleitungen. Ein Thema, das dort stark nachgefragt wird, taucht in Google Trends möglicherweise kaum auf.
Die relativen Werte sind eine weitere Einschränkung. Ändern Sie den Zeitraum, ändern sich die Werte, weil der Höchstwert neu gesetzt wird. Absolute Suchvolumen liefert das Tool nicht. Für eine grobe Richtung reichen die Daten, für eine präzise Planung sollten Sie zusätzlich die Suchvorschläge von Google und die verwandten Anfragen nutzen.
Und die Daten stammen von Google selbst. Das Tool ist öffentlich zugänglich, aber die genaue Berechnungsweise bleibt intern. Behandeln Sie die Ergebnisse als Orientierung. Eine exakte Messung liefert das Tool nicht.