Ihr Badlüfter zieht feuchte Luft aus dem Bad nach draußen und saugt dabei Staub, Faserreste und Hautschuppen an. Diese Partikel setzen sich auf dem Gitter und den Lüfterblättern ab und bilden mit der Feuchtigkeit einen klebrigen Film, auf dem sich Bakterien und Schimmelpilze ansiedeln.

Ein verschmutzter Lüfter saugt weniger Luft ab. Die Feuchtigkeit bleibt länger im Raum, und das Schimmelrisiko an Wänden und Decken steigt. Sie können das Gerät selbst reinigen. Schalten Sie vorher den Strom ab und beachten Sie ein paar Grundregeln.

Warum der Badlüfter verschmutzt

Der Lüfter arbeitet vor allem dann, wenn die Luft im Bad besonders feucht ist, etwa nach dem Duschen oder Baden. Die feuchte Luft strömt durch das Gitter und über die Lüfterblätter. Staubpartikel, die in der Luft schweben, bleiben an den leicht feuchten Oberflächen hängen. Dazu kommen Temperaturschwankungen: Warme, feuchte Luft trifft auf kühlere Bauteile des Lüfters und kondensiert dort. Der entstehende Wasserfilm macht Gitter und Blätter klebrig, sodass sich mit der Zeit eine Schicht aus Staub, Kalk und Faserresten bildet.

In Bädern ohne Fenster ist der Lüfter die einzige Möglichkeit, Feuchtigkeit abzuführen. Er läuft dadurch häufiger und verschmutzt schneller. Auch wer im Bad Haare stylt oder Deodorant aufsprüht, trägt zusätzliche Rückstände in das Gerät. Auf der feuchten Staubschicht siedeln sich mit der Zeit Bakterien und Schimmelpilze an. Das ist unhygienisch und verschlechtert zusätzlich die Luft, die der Lüfter verbessern soll.

Anzeichen für einen verschmutzten Badlüfter

Der deutlichste Hinweis ist eine sichtbare Staubschicht auf dem Gitter. Sobald Sie die Lamellen kaum noch erkennen oder das Gitter verklebt aussieht, ist eine Reinigung überfällig. Auch ungewöhnliche Geräusche deuten auf Schmutz hin. Wenn der Lüfter brummt, knirscht, rasselt oder vibriert, obwohl er früher leise lief, sitzt meist eine dicke Staubschicht auf den Blättern oder die Rückschlagklappe ist blockiert.

Ein zweiter Hinweis: Der Lüfter saugt weniger Luft ab. Wenn der Spiegel nach dem Duschen deutlich länger beschlägt als früher oder die Luft im Bad nicht mehr richtig abzieht, arbeitet der Lüfter nicht mehr richtig. Ein einfacher Test: Halten Sie ein Stück Toilettenpapier vor das Gitter. Bei einem funktionierenden Lüfter wird es angesaugt und bleibt haften. Bleibt es liegen, saugt der Lüfter kaum noch Luft an. In diesem Fall hilft eine gründliche Reinigung meist sofort.

Strom abschalten und Werkzeug bereitlegen

Bevor Sie das Gitter abnehmen, schalten Sie den Lüfter stromlos. Bei Geräten mit Stecker ziehen Sie den Stecker. Die meisten Badlüfter sind jedoch fest an das Stromnetz angeschlossen und haben keinen eigenen Stecker. Schalten Sie in diesem Fall den Leitungsschutzschalter für den Badkreis aus, also die Sicherung im Sicherungskasten. Schalten Sie anschließend den Lüfter über den Wandschalter ein, um zu prüfen, ob wirklich kein Strom mehr anliegt. Er darf sich nicht mehr bewegen.

Für die Reinigung brauchen Sie kein Spezialwerkzeug. Zum Absaugen nehmen Sie den Staubsauger mit Bürstenaufsatz, zum Abwischen eine weiche Bürste und ein Mikrofasertuch. Als Reinigungsmittel genügen etwas Spülmittel und warmes Wasser. Bei manchen Abdeckungen brauchen Sie zusätzlich einen Schraubendreher, um eine oder zwei Schrauben zu lösen.

Gitter, Lüfterrad und Gehäuse reinigen

Nehmen Sie zuerst die Abdeckung ab. Die meisten Gitter sind eingeklickt oder mit ein bis zwei Schrauben befestigt. Bei manchen Modellen sitzt in der Mitte eine Schraube unter einer kleinen Abdeckkappe. Drücken Sie die Clips zusammen oder lösen Sie die Schrauben. Dann können Sie das Gitter abnehmen. Legen Sie die Schrauben beiseite, damit sie nicht verloren gehen.

Reinigen Sie danach das Gitter. Entfernen Sie zuerst den groben Staub mit dem Staubsauger oder der Bürste. Danach waschen Sie das Gitter in warmem Wasser mit etwas Spülmittel. Verwenden Sie keine aggressiven Reiniger und keinen Scheuerschwamm. Sie kratzen die Oberfläche an und machen das Plastik mit der Zeit stumpf. Spülen Sie das Gitter ab und lassen Sie es vollständig trocknen, bevor Sie es wieder anbringen.

Dann reinigen Sie das Innere. Saugen Sie mit dem Bürstenaufsatz das Lüfterrad, das Gehäuse und die Öffnung zum Abluftkanal ab. Hartnäckige Ablagerungen auf den Blättern entfernen Sie mit einer weichen Bürste oder einem gut ausgewrungenen, leicht feuchten Tuch. Der Motor muss trocken bleiben. Sprühen Sie niemals Wasser oder Reinigungsmittel in das Gehäuse, und tropfen Sie nichts in die Öffnung des Motors.

Prüfen Sie während der Reinigung die Rückschlagklappe, falls Ihr Lüfter eine hat. Diese Klappe verhindert, dass kalte Luft oder Gerüche aus dem Abluftkanal zurück ins Bad strömen, und muss sich leicht bewegen und vollständig schließen lassen. Sitzt sie fest, reinigen Sie die Kante vorsichtig mit einem feuchten Tuch.

Wenn alles trocken ist, setzen Sie das Gitter wieder auf, schrauben es fest und schalten den Strom wieder ein. Lassen Sie den Lüfter kurz laufen. Er sollte leise arbeiten und spürbar mehr Luft absaugen als vorher. Hält ein Geräusch nach der Reinigung an, ist meist das Lager des Motors verschlissen. Dann hilft nur noch ein neuer Lüfter.

Manche Lüfter sind Teil einer zentralen Lüftungsanlage und haben keine eigene Abdeckung im Bad. Bei diesen Geräten reinigen Sie in der Regel den Filter oder lassen die Anlage warten. Prüfen Sie im Zweifel die Anleitung des Herstellers, bevor Sie Teile abnehmen.

Diese Reinigungsfehler vermeiden

Arbeiten Sie nie am eingeschalteten Lüfter. Auch wenn es schnell gehen soll, schalten Sie vorher immer den Strom ab.

Vermeiden Sie außerdem diese Reinigungsfehler:

  • Wasser oder Reinigungsspray direkt in den Motor oder auf elektrische Bauteile
  • aggressive Lösungsmittel, scheuernde Schwämme und Hochdruckreiniger
  • starkes Biegen der Lüfterblätter, denn sie verlieren schnell ihre Balance
  • den Betrieb ohne Abdeckung, weil dann Staub und Feuchtigkeit ungehindert in den Motor gelangen

Wenn Sie diese Punkte beachten, bleibt der Lüfter sauber und arbeitet zuverlässig.