Mit der Zeit sammeln Matratzen Staub, Hautschuppen, Schweiß und gelegentlich Flecken. Für die oberflächliche Reinigung und das Auffrischen reichen eine trockene Grundreinigung, eine vorsichtige Fleckenbehandlung und genug Zeit zum Trocknen. Chemische Reinigung oder Spezialgerät sind nicht nötig. Die Matratze darf dabei nicht durchnässt werden. Zu viel Feuchtigkeit schädigt das Material und führt zu Schimmel und muffigen Gerüchen.
Trockene Grundreinigung
Die trockene Grundreinigung ist der wichtigste Schritt, weil sie Staub und Schmutz entfernt, ohne die Matratze nass zu machen. Saugen Sie die Matratze mit der Polsterdüse ab, am besten beide Seiten und besonders die Kanten und Nähte. Dort setzen sich die meisten Hautschuppen und Staubpartikel ab. Wenn der Bezug abnehmbar ist, waschen Sie ihn nach dem Pflegeetikett. Das entfernt mehr Schmutz als jedes Abwischen der Oberfläche.
Wer Gerüche neutralisieren möchte, streut eine dünne Schicht Natron auf die trockene Oberfläche, lässt das Natron einige Stunden einwirken und saugt es anschließend gründlich ab. Saugen Sie das Natron so gründlich ab, dass nichts in der Matratze zurückbleibt, bevor Sie sie wieder beziehen. Diese Methode frischt die Matratze auf und eignet sich für alle Matratzenarten, solange die Oberfläche trocken bleibt.
Matratzenart bestimmt die Methode
Kaltschaum- und Latexmatratzen vertragen keine Nässe. Zu viel Feuchtigkeit beschädigt den Schaum dauerhaft, weil er Wasser aufnimmt und nur langsam wieder abgibt. Für diese Matratzen reicht ein leicht feuchtes Mikrofasertuch zum Abwischen der Oberfläche. Das Tuch darf nur nebelfeucht sein, nicht tropfnass.
Federkernmatratzen müssen regelmäßig gelüftet werden, damit Restfeuchtigkeit entweicht. Bleibt Feuchtigkeit im Inneren, rosten die Metallfedern und verlieren ihre Elastizität. Stellen Sie die Matratze bei der Pflege aufrecht an eine Wand, damit Luft an beide Seiten kommt.
Camping-Matratzen werden stärker beansprucht als Matratzen im heimischen Bett, weil sie Temperaturschwankungen und Feuchtigkeit ausgesetzt sind und oft nur wenig Luftzirkulation bekommen. Wer sie nach jedem Gebrauch trocken abwischt und gut lüftet, verlängert ihre Lebensdauer.
Bevor Sie eine Methode anwenden, prüfen Sie das Pflegeetikett der Matratze. Dort steht, ob der Bezug abnehmbar ist, welche Waschtemperatur erlaubt ist und ob die Matratze nass gereinigt werden darf. Diese Angaben haben Vorrang vor allgemeinen Empfehlungen.
Flecken gezielt behandeln
Ein Fleck ist ein lokales Problem und kein Grund, die ganze Matratze zu reinigen. Behandeln Sie deshalb nur den betroffenen Bereich, und zwar so schnell wie möglich. Ein frischer Fleck lässt sich leichter entfernen als ein eingetrockneter.
Tupfen Sie den Fleck zuerst mit einem trockenen Tuch ab und nehmen Sie so überschüssige Flüssigkeit auf. Reiben Sie nicht, denn das verteilt den Fleck und drückt ihn tiefer ins Material. Bei hartnäckigen Flecken hilft eine milde Lösung aus lauwarmem Wasser und etwas Spülmittel oder Feinwaschmittel. Befeuchten Sie ein Tuch mit der Lösung und tupfen Sie den Fleck von außen nach innen ab. Wischen Sie die Stelle danach mit einem feuchten, klaren Tuch nach, damit keine Seifenreste zurückbleiben.
Eine Reinigung der gesamten Matratze, etwa mit einem Nasssauger oder durch eine professionelle Reinigung, ist erst sinnvoll, wenn die Matratze stark verschmutzt ist, dauerhaft riecht oder durchfeuchtet wurde. Dampfreiniger und Nasssauger bringen zu viel Feuchtigkeit in die Matratze und gehören nicht zur oberflächlichen Reinigung. Die Fleckenbehandlung hält die Matratze zwischen den größeren Reinigungen sauber, ersetzt diese gründliche Reinigung aber nicht.
Matratze trocknen und lüften
Nach jeder Feuchtigkeitsbehandlung muss die Matratze vollständig trocknen, bevor Sie sie wieder beziehen. Wie lange das dauert, lässt sich nicht pauschal in Stunden angeben. Die Trocknungszeit hängt von der Matratzenart ab. Raumtemperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftzirkulation bestimmen sie ebenfalls mit. Kaltschaum gibt Feuchtigkeit langsamer ab als ein dünner Stoffbezug. An einem feuchten Tag trocknet die Matratze langsamer als in einem beheizten, gut gelüfteten Raum.
Unterstützen Sie das Trocknen, indem Sie das Schlafzimmer lüften, die Matratze aufrecht an eine Wand legen und sie nach einiger Zeit drehen, falls beide Seiten feucht geworden sind. Vermeiden Sie direkte Hitze wie Föhn oder Heizlüfter, denn sie verformt Schaumstoffe oder beschädigt den Bezug. Erst wenn sich die Oberfläche überall trocken anfühlt, gehört die Bettwäsche wieder auf die Matratze. Wer zu früh bezieht, schließt Restfeuchtigkeit ein und riskiert Schimmel und muffige Gerüche.