Mikrofasertücher bestehen aus feinen Kunststofffasern. Sie halten Staub, Schmutz und Flüssigkeiten besser fest als Baumwolltücher. Ob sie saugfähig bleiben, hängt von der Pflege ab. Falsches Waschen oder Trocknen macht die Fasern hart und wirkungslos.

Wer die Tücher im Winter in der Wohnung trocknet, muss lüften und heizen. Sonst steigt die Luftfeuchtigkeit, und es drohen Stockflecken.

Weichspüler und Hitze schädigen die Mikrofasern

Die feinen Fasern verlieren ihre Wirkung, wenn sie mit Fetten oder Hitze in Kontakt kommen. Weichspüler legt sich wie ein Film um die Fasern und verklebt sie. Dadurch nehmen die Tücher weniger Wasser und Schmutz auf. Hohe Temperaturen in der Waschmaschine oder im Trockner verformen die Kunststofffasern oder schmelzen sie an. Waschen Sie die Tücher deshalb kühl oder lauwarm und trocknen Sie sie an der Luft. Im Trockner nutzen Sie die niedrigste Hitzestufe.

Separat und mit mildem Waschmittel waschen

Waschen Sie Mikrofasertücher getrennt von anderer Wäsche. Baumwollfasern und Fusseln aus anderen Textilien setzen sich in den feinen Mikrofasern fest und verringern die Saugfähigkeit. Verwenden Sie ein mildes Waschmittel in der richtigen Dosierung. Am besten eignet sich ein Öko-Produkt mit Umweltzeichen. Verzichten Sie auf Bleichmittel und Weichspüler. Ein normales Waschprogramm bei niedriger Temperatur reicht aus. Eine volle Maschine spart Energie und schont die Textilien.

Lufttrocknen oder Trockner mit niedriger Hitze

Hängen Sie die Tücher nach dem Waschen auf eine Leine oder ein Wäschegestell, aber nicht direkt auf die Heizung. Die starke Hitze schädigt die feinen Fasern genauso wie das Bügeleisen. Wer den Trockner nutzt, stellt die niedrigste Hitzestufe ein. Hohe Hitze macht das Tuch hart, und es saugt dann schlechter.

Feuchte Tücher trocknen und richtig lüften

Wer Mikrofasertücher im Winter in der Wohnung trocknet, gibt damit Feuchtigkeit an die Raumluft ab. Mehrere feuchte Tücher auf dem Wäscheständer erhöhen die Luftfeuchtigkeit in einem geschlossenen Raum deutlich. An kalten Wänden und Fenstern kondensiert das Wasser, und es entstehen Stockflecken oder Schimmel.

Regelmäßiges Stoßlüften hilft dagegen. Öffnen Sie das Fenster mehrmals am Tag für einige Minuten ganz weit, am besten bei Durchzug. So entweicht die feuchte Luft, und die Wände bleiben trocken. In Schlafzimmern lüften Sie intensiv vor dem Schlafengehen und nach dem Aufwachen. Halten Sie die Tür zu kühleren Räumen geschlossen, damit dort keine Feuchtigkeit kondensiert. In Wohnräumen reicht regelmäßiges Lüften, besonders wenn viele Pflanzen, ein Aquarium oder feuchte Wäsche die Luft zusätzlich belasten.

Auch das Heizen gehört dazu. Warme Luft nimmt mehr Feuchtigkeit auf als kalte. Kalte Wände werden schneller feucht. Lassen Sie Räume deshalb nicht völlig auskühlen. Heizen und Lüften wirken zusammen. Heizen Sie normal, lüften Sie regelmäßig, und trocknen Sie die Tücher dort, wo die Luft gut zirkulieren kann.

Wann Mikrofasertücher in die Wäsche gehören

Mikrofasertücher müssen nicht nach jedem Gebrauch in die Maschine. Sind sie nur leicht staubig, reicht es oft, sie auszuschütteln oder kurz auszulüften. Riechen die Tücher muffig oder sind sie sichtbar verschmutzt, gehören sie in die Wäsche. Der muffige Geruch entsteht, wenn sich Bakterien in den feuchten Fasern vermehren. Er verschwindet erst durch einen Waschgang. Behandeln Sie Flecken möglichst sofort. Eingetrocknete Flecken lassen sich später schwerer entfernen.