Schlieren auf Laminat entstehen meist durch zu viel Wasser, zu viel Reinigungsmittel oder Staub, der sich mit der Feuchtigkeit verbindet.

Auch das Raumklima beeinflusst, ob Schlieren entstehen: In einem kalten, feuchten Raum trocknet der Boden langsam, Wasser bleibt länger auf der Oberfläche und in den Fugen. Richtiges Heizen und Lüften verkürzt die Trocknungszeit und verhindert Schlieren.

Warum Schlieren auf Laminat entstehen

Drei Ursachen führen am häufigsten zu Streifen auf Laminat:

  • Zu viel Reinigungsmittel hinterlässt einen dünnen Film, der nach dem Trocknen sichtbar wird.
  • Zu viel Wasser dringt in die Fugen ein und hinterlässt dunkle Ränder, besonders wenn der Boden langsam trocknet.
  • Staub und Schmutz, die vor dem Wischen nicht entfernt wurden, verteilen sich mit dem feuchten Tuch und bilden Schlieren.

Die Menge an Wasser und Reinigungsmittel ist also der erste Punkt, den Sie anpassen können. Der zweite ist die Trocknungszeit, und die hängt direkt vom Raumklima ab.

Heizen und Lüften verkürzen die Trocknungszeit

Laminat besteht aus Holzfasern und ist empfindlich gegen Feuchtigkeit. Bleibt Wasser lange auf der Oberfläche oder in den Fugen, quillt das Material und es entstehen Flecken, die sich nicht mehr wegwischen lassen. Je schneller der Boden trocknet, desto geringer ist dieses Risiko.

Warme Luft nimmt mehr Feuchtigkeit auf als kalte. In einem beheizten Raum verdunstet das Wischwasser daher deutlich schneller. In einem kalten Raum, etwa im Winter in einem schlecht beheizten Schlafzimmer, bleibt die Feuchtigkeit dagegen lange liegen. Das begünstigt nicht nur Schlieren, sondern auch, dass Wasser in die Fugen eindringt.

Lüften hilft beim Trocknen, weil es die feuchte Luft nach draußen bringt. Stoßlüften mit weit geöffnetem Fenster für einige Minuten ist effektiver als ein dauerhaft gekipptes Fenster, das die Wände auskühlen lässt. Wenn Sie nach dem Wischen kurz lüften, entweicht die Feuchtigkeit aus dem Wischwasser.

Heizen Sie den Raum vor dem Wischen auf normale Zimmertemperatur, wischen Sie mit wenig Wasser und lüften Sie anschließend kurz. Danach schließen Sie das Fenster wieder, damit der Raum nicht auskühlt. Der Boden trocknet dann in der warmen, trockenen Luft nach.

Die richtige Wischtechnik

Die Menge des Wassers entscheidet mehr über das Ergebnis als das Reinigungsmittel. Ein feuchtes Tuch reicht in den meisten Fällen, ein nasses Tuch ist fast immer zu viel.

Gehen Sie in dieser Reihenfolge vor:

  1. Wischen Sie den Boden zuerst mit einem trockenen oder leicht feuchten Tuch ab, um Staub und losen Schmutz zu entfernen.
  2. Befeuchten Sie ein Mikrofasertuch leicht mit Wasser, dem Sie bei Bedarf etwas Laminatreiniger zugesetzt haben.
  3. Wischen Sie den Boden mit dem feuchten Tuch.
  4. Wischen Sie anschließend mit einem trockenen Tuch nach.

Der letzte Schritt wird oft übersprungen, ist aber der wirksamste gegen Schlieren. Das trockene Tuch nimmt die restliche Feuchtigkeit auf und verteilt gleichzeitig einen eventuell vorhandenen Reinigungsfilm gleichmäßiger. Gerade bei größeren Flächen lohnt sich das Nachwischen, weil das erste Tuch mit der Zeit Staub aufnimmt und diesen sonst wieder auf dem Boden verteilt.

Milde Reinigungsmittel verwenden

Bei normaler Verschmutzung reicht klares Wasser. Es hinterlässt keinen Film und schädigt das Laminat nicht. Wenn Wasser allein nicht reicht, eignet sich Neutralseife, weil sie keine Zusätze wie Wachse oder Öle enthält, die auf Laminat einen Schleier hinterlassen können.

Verzichten Sie auf aggressive Reiniger, Scheuermittel und stark parfümierte Produkte. Sie greifen die Oberfläche an oder hinterlassen Rückstände, die beim nächsten Wischen erneut Schlieren bilden. Auch Weichspüler oder Spülmittel sind ungeeignet, weil sie einen dünnen Fettfilm hinterlassen.