Ein Dauerauftrag überweist regelmäßig einen festen Betrag vom Girokonto aufs Tagesgeldkonto. Richten Sie ihn kurz nach dem Gehaltseingang ein. So geht der Sparbetrag ab, bevor Sie das übrige Geld für laufende Ausgaben verwenden. Die Sparrate muss zu Ihrem Budget passen: Ist sie zu hoch, gerät das Girokonto ins Minus.

Prüfen Sie zuerst Ihre Ausgaben und berücksichtigen Sie seltene Rechnungen. Legen Sie danach eine tragbare Sparrate fest. Kündigen Sie Abos oder sparen Sie beim Einkauf, bleibt monatlich mehr Geld übrig. Dasselbe gilt, wenn Sie einen günstigeren Tarif finden.

Sparrate berechnen

Notieren Sie zunächst Ihre regelmäßigen Einnahmen und Fixkosten. Teilen Sie jährliche Ausgaben wie Versicherungsbeiträge oder Kfz-Steuer auf zwölf Monate auf. Legen Sie den monatlichen Anteil zurück. Erst danach sehen Sie, welcher Betrag für variable Ausgaben und fürs Sparen verfügbar ist.

Erfassen Sie auch kleinere Kartenzahlungen, Einkäufe und Ausgaben für unterwegs. Ein Haushaltsbuch oder eine einfache Tabelle reicht. Teilen Sie das verfügbare Budget für variable Ausgaben durch vier. So erhalten Sie einen groben Wochenrahmen. Prüfen Sie am Monatsende, ob der Rahmen zu Ihren tatsächlichen Ausgaben passt. Ein Haushaltsbuch hält fest, wofür Sie Geld ausgeben. Ihr Einkommen erhöht es dadurch nicht. Wenn Miete, Lebensmittel, Energie und andere notwendige Kosten kaum Spielraum lassen, sollte die Sparrate entsprechend klein ausfallen oder zunächst entfallen.

Ausgaben gezielt senken

Suchen Sie nach Ausgaben, die Sie tatsächlich beeinflussen können. Prüfen Sie bei Abos und Mitgliedschaften, ob Sie die Leistungen nutzen. Kündigen Sie Angebote, die Sie nicht brauchen oder die sich für Sie nicht mehr lohnen.

Bei Lebensmitteln hilft ein Speiseplan für die Woche. Ergänzen Sie ihn um eine Einkaufsliste und legen Sie einen Einkaufsbetrag fest. Kaufen Sie nur Mengen, die Sie voraussichtlich verbrauchen. Prüfen Sie außerdem laufende Verträge und Energietarife. Prüfen Sie bei Heizung und Strom, wie viel Energie Sie verbrauchen und welche Konditionen Ihr Tarif hat. Daraus lässt sich keine bestimmte Ersparnis für einzelne Haushalte ableiten.

Überweisen Sie das Geld, das Sie durch eine gekündigte Mitgliedschaft oder einen günstigeren Tarif sparen, auf das Tagesgeldkonto. So geht es nicht im laufenden Monatsbudget auf.

Dauerauftrag aufs Tagesgeldkonto einrichten

Wählen Sie einen Betrag, der nach Fixkosten, geplanten Rücklagen und notwendigen Ausgaben übrig bleibt. Richten Sie den Dauerauftrag kurz nach dem Gehaltseingang ein. Dann wandert die Sparrate früh im Monat aufs Tagesgeldkonto, bevor sie für andere Ausgaben verplant wird.

Starten Sie lieber mit einer kleinen Rate und passen Sie sie nach einigen Monaten an. Wie schnell Ihr Guthaben wächst, hängt auch von den Zinsen und möglichen Entnahmen ab. Kontrollieren Sie, ob am Monatsende genug Geld für Lastschriften und Rechnungen auf dem Girokonto bleibt. Wird es knapp, senken oder pausieren Sie den Auftrag, statt den Dispokredit zu nutzen.

Tagesgeld als Rücklage nutzen

Tagesgeld eignet sich für Geld, auf das Sie kurzfristig zugreifen möchten. Es gibt keine Kündigungsfrist, aber der Zinssatz kann sich ändern. Liegt er unter der Inflationsrate, sinkt die Kaufkraft des Guthabens mit der Zeit. Tagesgeld ist deshalb vor allem für eine verfügbare Reserve gedacht und bietet keinen dauerhaft festen Ertrag.

Legen Sie die Höhe dieser Reserve nach Ihrer persönlichen Lage fest. Entscheidend sind etwa regelmäßige Verpflichtungen, die Sicherheit des Einkommens und absehbare größere Ausgaben. Empfehlungen zum Notgroschen fallen unterschiedlich aus und nennen unverbindliche Richtwerte.

Der gesetzliche Schutz für Einlagen gilt bis zu bestimmten Grenzen pro Person und Bank. Rechnen Sie auch weiteres Guthaben und mögliche Zinsansprüche bei derselben Bank mit ein.