Sie können Geld sparen und Hobbys oder Lieblingsessen behalten. Prüfen Sie zuerst, ob Sie für ungenutzte Abos, ungünstige Tarife oder unnötigen Verbrauch zahlen. Welche Ausgaben Sie ändern, entscheiden Sie selbst.

Wie viel Sie sparen, hängt davon ab, was Sie ausgeben und welche Verträge Sie haben. Manche Änderungen brauchen Zeit oder eine neue Gewohnheit. Beginnen Sie mit der Änderung, die am besten in Ihren Alltag passt.

1. Ausgaben sichtbar machen

Notieren Sie vier Wochen lang, was auf Ihrem Konto eingeht und wofür Sie Geld ausgeben. Ein Haushaltsbuch oder eine einfache Liste reicht. Trennen Sie regelmäßige Kosten wie Miete und Versicherungen von Ausgaben, die sich von Woche zu Woche ändern.

Prüfen Sie danach, welche Ausgaben Ihnen wichtig sind und wo Sie ohne großen Verlust etwas ändern möchten. Die Liste zeigt, wofür Ihr Geld weggeht. Sie bringt aber nicht automatisch mehr Geld. Wenn Ihr Einkommen kaum für notwendige Kosten reicht, ändert Ausgabenkontrolle allein daran nichts.

2. Abos und Verträge prüfen

Suchen Sie in Kontoauszügen und Zahlungsübersichten nach wiederkehrenden Abbuchungen. Dazu gehören zum Beispiel Streamingdienste, Mitgliedschaften, Mobilfunk und Internet. Behalten Sie, was Sie nutzen und schätzen. Bei den übrigen Verträgen prüfen Sie Preis, Leistung und Kündigungsfrist.

Bei Telefon- und Internetverträgen lohnt sich ein Vergleich mit aktuellen Angeboten. Fragen Sie auch beim Anbieter nach einem passenden Tarif. Kündigen Sie erst, wenn Sie wissen, wann der Vertrag endet und ob ein Wechsel Ihre Kosten tatsächlich senkt.

3. Stromtarif vergleichen

Legen Sie Ihre letzte Jahresabrechnung bereit. Nutzen Sie Ihren Verbrauch und die tatsächlichen Jahreskosten, um Ihren Tarif mit anderen Angeboten zu vergleichen. Achten Sie auf Grundpreis und Arbeitspreis: Der Grundpreis fällt unabhängig vom Verbrauch an, der Arbeitspreis richtet sich nach den verbrauchten Kilowattstunden.

Prüfen Sie außerdem Vertragslaufzeit, Preisgarantie und Bonusbedingungen. Ein Bonus kann den Tarif im ersten Jahr günstig erscheinen lassen, obwohl die Kosten danach steigen. Vergleichen Sie deshalb auch den Preis ohne Bonus und kontrollieren Sie die Angaben beim Anbieter. Wie viel ein Wechsel spart, hängt von Ihrem Haushalt und dem konkreten Tarif ab.

4. Stromverbraucher aufspüren

Schalten Sie Geräte, die Sie selten nutzen, ganz aus, statt sie dauerhaft im Stand-by-Modus zu lassen. Eine abschaltbare Steckerleiste hilft bei Geräten, die gemeinsam angeschlossen sind. Wenn Sie den Verbrauch nicht kennen, zeigt ein Strommessgerät, welche Geräte tatsächlich Strom verbrauchen.

Das Umweltbundesamt nennt als Beispiel einen älteren DVD-Player oder eine Spielkonsole mit 15 Watt Stand-by-Leistung. Das kann mehr als 22 Euro Stromkosten im Jahr verursachen. Diese Summe gilt nicht für jedes Gerät: Verbrauch und Strompreis entscheiden über die Kosten. Tauschen Sie ein Gerät deshalb nicht allein aufgrund dieses Beispiels aus.

5. Einkäufe grob planen

Schauen Sie vor dem Einkauf in Kühlschrank, Vorratsschrank und Gefrierfach. Legen Sie anschließend einige Mahlzeiten fest, bei denen Sie vorhandene Zutaten zuerst verbrauchen, und schreiben Sie die fehlenden Lebensmittel auf eine Einkaufsliste.

Der Plan muss nicht für jeden Tag feststehen. Eine grobe Orientierung hilft, doppelte Einkäufe zu vermeiden und frische Lebensmittel rechtzeitig aufzubrauchen. Wenn sich Ihr Alltag ändert, passen Sie die Liste an, statt starr an einem Menü festzuhalten.

6. Grundpreise vergleichen

Der Grundpreis zeigt, was ein Produkt pro Kilogramm oder Liter kostet. Vergleichen Sie ihn, wenn Sie zwischen Marken, Packungsgrößen oder Angeboten wählen. Eine größere Packung ist nur günstiger, wenn der Preis pro Einheit niedriger ist und Sie den Inhalt rechtzeitig verbrauchen.

Auch ein Rabattetikett sagt allein wenig über den günstigsten Preis aus. In einem Marktcheck der Verbraucherzentrale war in 15 der untersuchten Fälle, also knapp 56 Prozent, die Alternative zum Normalpreis günstiger als das reduzierte Produkt. Vergleichen Sie daher den Grundpreis und kaufen Sie nur die Menge, die Sie voraussichtlich nutzen.

7. Ersparnis zurücklegen

Wenn Sie durch einen Tarifwechsel oder eine andere Einkaufsgewohnheit weniger ausgeben, richten Sie einen Dauerauftrag über einen Betrag ein, der zu Ihrem Budget passt. So bauen Sie nach und nach eine Rücklage auf, etwa für unerwartete Rechnungen.

Setzen Sie den Betrag nicht so hoch an, dass Sie ihn im Alltag wieder zurückholen müssen. Wenn am Monatsende kaum Geld übrig bleibt, ist es sinnvoller, zunächst die Ausgaben zu prüfen und notwendige Kosten zu sichern.