Eine Spülmaschine wird täglich benutzt, aber selten gereinigt. Speisereste und Kalk setzen sich im Sieb, in den Sprüharmen und an den Dichtungen fest. Dadurch dauern Programme länger, das Geschirr wird nicht sauber, und es entstehen unangenehme Gerüche. Sie müssen die Maschine nicht auseinanderbauen. Siebe, Sprüharme und Dichtungen brauchen aber regelmäßige Pflege, je nach Nutzung alle ein bis drei Monate. Das hält die Maschine zuverlässig sauber und verlängert ihre Lebensdauer.

Wann die Spülmaschine gereinigt werden muss

Drei Anzeichen zeigen, dass die Reinigung überfällig ist: Das Programm dauert länger als sonst, das Geschirr wird nicht mehr richtig sauber, oder es entstehen Gerüche. Diese Anzeichen entstehen, weil die Maschine das Wasser erhitzt und sich dabei Kalk, Speisereste und Spülmittelreste an den Innenflächen ablagern. Je häufiger Sie spülen, desto schneller sammeln sich diese Rückstände. Bei täglichem Gebrauch ist eine Reinigung alle vier bis sechs Wochen sinnvoll, bei seltener Nutzung reicht ein Intervall von etwa drei Monaten.

Das Sieb richtig reinigen

Das Sieb sitzt am Boden des Spülraums und fängt grobe Speisereste ab, damit sie nicht in die Pumpe gelangen. Es besteht meist aus einem groben und einem feinen Teil, die Sie herausnehmen können. Drehen Sie das Sieb gegen den Uhrzeigersinn und heben Sie es heraus. Entfernen Sie grobe Rückstände mit der Hand und spülen Sie das Sieb unter warmem Wasser ab. Bei hartnäckigen Ablagerungen hilft eine weiche Bürste, etwa eine alte Zahnbürste. Achten Sie darauf, dass auch die Unterseite des Siebs sauber wird. Dort setzen sich oft feine Partikel fest. Setzen Sie das Sieb anschließend wieder ein und drehen Sie es fest, bis es einrastet.

Sprüharme auf Verstopfungen prüfen

Die Sprüharme sitzen unter dem oberen Korb und am Boden der Maschine. Sie verteilen das Wasser während des Spülgangs. Wenn die kleinen Düsen verstopft sind, erreicht das Wasser nicht alle Stellen, und das Geschirr bleibt schmutzig. Je nach Modell lassen sich die Sprüharme durch Drehen oder Lösen einer Mutter abnehmen. Prüfen Sie die Düsen auf Kalkablagerungen und Speisereste. Spülen Sie die Arme unter fließendem Wasser aus. Sind einzelne Düsen verstopft, stechen Sie die Rückstände vorsichtig mit einem Zahnstocher oder einer aufgebogenen Büroklammer heraus. Arbeiten Sie behutsam, damit die Düsen nicht beschädigt werden. Nach dem Reinigen setzen Sie die Arme wieder ein und prüfen, ob sie sich leicht drehen lassen.

Dichtungen abwischen

Die Gummidichtung an der Tür verhindert, dass Wasser austritt. An ihr sammeln sich Speisereste und Schimmel, besonders in den Falten. Wischen Sie die Dichtung regelmäßig mit einem feuchten Tuch ab. Bei sichtbaren Ablagerungen verwenden Sie warmes Wasser mit etwas Spülmittel. Achten Sie darauf, auch die Ecken zu erreichen, in denen sich Feuchtigkeit staut. Eine trockene Dichtung nach dem Spülgang beugt Schimmelbildung vor. Wenn die Dichtung porös oder rissig ist, sollte sie ausgetauscht werden, denn dann dringt Wasser aus.

Innenraum und Tür reinigen

Der Innenraum der Maschine braucht ebenfalls Pflege, auch wenn er bei jedem Spülgang mit Wasser in Kontakt kommt. Fett und Kalk setzen sich an den Wänden, am Boden und an der Türinnenseite ab. Wischen Sie diese Flächen mit einem feuchten Tuch ab. Für hartnäckige Kalkablagerungen eignet sich ein handelsübliches Spülmaschinenreinigungsmittel, das Sie in einem leeren Programm bei hoher Temperatur durchlaufen lassen. Befolgen Sie dabei die Anweisungen auf der Verpackung. Essig oder Zitronensäure zu verwenden ist umstritten, weil die Säure Gummidichtungen und Metallteile angreifen kann. Halten Sie sich an die Herstellerhinweise Ihrer Maschine und verwenden Sie im Zweifel ein dafür vorgesehenes Reinigungsmittel.

Vorbeugung: So bleibt die Maschine länger sauber

Sie sparen sich die meiste Reinigungsarbeit, wenn Sie grobe Speisereste vom Geschirr entfernen, bevor Sie es einräumen. Werfen Sie die Reste in den Müll. Das verhindert Gerüche und schützt das Sieb vor Verstopfung. Spülen Sie das Geschirr jedoch nicht von Hand vor, das verbraucht Wasser und ist unnötig. Eingetrocknete Töpfe weichen Sie in kaltem Wasser mit etwas Spülmittel ein. Beladen Sie die Maschine so, dass das Wasser alle Flächen erreicht: Gläser, Tassen, kleine Teller und Dessertschalen gehören in den oberen Korb, große Teller, Schüsseln, Töpfe und Pfannen in den unteren. Die Teile sollten sich nicht berühren. Besteck aus Edelstahl und Silber trennen Sie, weil das härtere Edelstahl das Silber zerkratzt, wenn die Teile aneinanderstoßen. Dosieren Sie das Spülmittel nach Packungsangabe und verwenden Sie Klarspüler und Salz, wenn Sie kein Kombiprodukt nutzen. Stellen Sie den Wasserenthärter auf die lokale Wasserhärte ein und wählen Sie das Programm passend zum Verschmutzungsgrad.

Ein einfacher Wartungsplan

Ein fester Rhythmus hilft, die Reinigung nicht zu vergessen. Wöchentlich wischen Sie die Türdichtung ab und entfernen grobe Rückstände aus dem Sieb, ohne es auszubauen. Monatlich nehmen Sie das Sieb heraus und spülen es gründlich, prüfen die Sprüharme auf Verstopfungen und wischen den Innenraum aus. Alle ein bis drei Monate lassen Sie ein Spülmaschinenreinigungsmittel in einem leeren Programm durchlaufen. Dieser Plan passt für die meisten Haushalte. Bei sehr häufiger Nutzung oder vielen Fettablagerungen verkürzen Sie die Intervalle.