Die Küchen-Fensterbank bekommt mehr ab als jede andere im Haus. Fettdunst und Wasserdampf vom Kochen setzen sich auf der Fläche ab. Dazu kommen Spritzer aus der Pfanne und Staub vom Lüften. Wenn eine Blumenvase oder ein Gewürzregal auf der Fensterbank steht, sammelt sich auch darunter Schmutz. Bleibt dieser Schmutz liegen, entsteht ein klebriger Fettfilm, an dem Staub haftet.

Warmes Wasser, etwas Spülmittel und ein weiches Tuch entfernen die meisten Verschmutzungen. Aggressive Reiniger und scheuernde Schwämme sind unnötig. Sie schaden der Oberfläche eher.

Staub, Fettfilm und Spritzer

Drei Arten von Schmutz sammeln sich auf der Küchenfensterbank: loser Staub, ein dünner Fettfilm und eingetrocknete Spritzer. Der Fettfilm entsteht durch die Dünste, die beim Braten und Kochen aufsteigen und sich überall absetzen, auch auf der Fensterbank. An diesem Film klebt der Staub fest, der beim Öffnen des Fensters hereinkommt. Eingetrocknete Spritzer von Öl, Soße oder Kaffee kommen dazu, wenn Ihre Fensterbank direkt neben Herd oder Spüle liegt.

Frische Spritzer wischen Sie am besten sofort weg. Je länger Fett und Soße antrocknen, desto hartnäckiger haften sie und desto mehr Kraft und Reinigungsmittel brauchen Sie später.

Grundreinigung mit Spülmittel und warmem Wasser

Für die regelmäßige Reinigung genügt warmes Wasser mit einem Spritzer Spülmittel. Spülmittel löst Fett zuverlässig und greift die meisten Oberflächen nicht an. Sie brauchen keinen Spezialreiniger für den Alltag.

So gehen Sie vor: Wischen Sie zuerst den losen Staub mit einem trockenen, weichen Tuch ab. Danach tauchen Sie ein fusselfreies Tuch in das warme Spülwasser und wringen es gut aus. Dann wischen Sie die Fensterbank nebelfeucht ab. Wichtig ist, dass das Tuch nur leicht feucht ist. Zu viel Nässe sammelt sich in Fugen und Ritzen und lässt Holz- oder MDF-Teile (mitteldichte Holzfaserplatten) aufquellen. Zum Schluss wischen Sie mit einem trockenen Tuch nach, damit keine Schlieren und kein Feuchtigkeitsfilm zurückbleiben.

Verwenden Sie weiche Tücher aus Baumwolle oder Mikrofaser. Raue Schwämme, Topfkratzer oder Stahlwolle hinterlassen auf vielen Oberflächen feine Kratzer, in denen sich später neuer Schmutz festsetzt. Bei Hochglanzflächen eignet sich ein Fensterleder besonders gut, weil es streifenfrei trocknet.

Fettfilm und eingetrocknete Spritzer entfernen

Wenn sich bereits ein fester Fettfilm gebildet hat oder Spritzer angetrocknet sind, reicht das einfache Abwischen nicht mehr aus. Nehmen Sie dann einen Entfetter oder Allzweckreiniger. Tragen Sie das Mittel auf die betroffenen Stellen auf und lassen Sie es einige Minuten einwirken. Warmes Wasser unterstützt die Reinigung, weil Wärme das Fett löst. Danach wischen Sie die Fläche mit einem feuchten Tuch ab und trocknen sie nach.

Bei sehr hartnäckigen, eingebrannten Spritzern legen Sie das Tuch mit dem Reinigungsmittel eine Weile auf die Stelle. So weicht der Schmutz auf. Danach lässt er sich meist ohne starkes Scheuern abwischen.

Materialgerecht reinigen

Nicht jede Fensterbank verträgt dieselbe Behandlung. Das Material der Fensterbank bestimmt, wie Sie reinigen.

Holz und MDF: Diese Flächen reagieren empfindlich auf Nässe. Wischen Sie nur nebelfeucht und trocknen Sie sofort nach. Aggressive Reiniger und Scheuermittel greifen die Oberfläche oder die Lackschicht an. Bei geölten oder gewachsten Holzfensterbänken reicht meist das feuchte Tuch, bei Bedarf pflegen Sie das Holz mit einem passenden Pflegeöl nach.

Aluminium: Viele moderne Fensterbänke bestehen aus Aluminium mit einer Pulverbeschichtung oder Eloxalschicht. Diese Schutzschicht verleiht der Oberfläche ihre Farbe und Widerstandsfähigkeit. Aggressive oder lösemittelhaltige Reiniger sowie scheuernde Schwämme beschädigen die Schicht. Dann läuft das Aluminium darunter an oder Kratzer werden sichtbar. Verwenden Sie für Aluminiumfensterbänke daher mildes Spülwasser und ein weiches Tuch.

Stein und Naturstein: Stein verträgt Feuchtigkeit gut, aber keine säurehaltigen Reiniger wie Essig oder Zitronensäure. Diese greifen die Oberfläche an und hinterlassen matte Flecken. Verwenden Sie neutrale Reiniger oder Spülmittel und wischen Sie trocken nach, um Kalkflecken zu vermeiden.

Kunststoff: Kunststofffensterbänke sind unempfindlich und lassen sich mit Spülmittel und warmem Wasser reinigen. Vermeiden Sie lösemittelhaltige Reiniger, die den Kunststoff angreifen oder ausbleichen können.

Glas: Glasfensterbänke oder Glaseinsätze reinigen Sie mit Glasreiniger oder Spülwasser. Danach wischen Sie mit einem Fensterleder nach, damit keine Streifen bleiben.

So bleibt die Fensterbank sauber

Sie müssen die Fensterbank nicht nach jedem Kochen putzen, aber eine wöchentliche Reinigung verhindert, dass sich der Fettfilm festsetzt. Wenn Sie einmal pro Woche kurz mit einem Spültuch und warmem Spülwasser über die Fläche gehen, bleibt sie dauerhaft sauber und Sie sparen sich später das mühsame Entfernen eingetrockneter Rückstände.

Zwei Gewohnheiten reduzieren den Schmutz zusätzlich: Wischen Sie frische Spritzer direkt nach dem Kochen weg, solange sie noch feucht sind. Und stellen Sie Gegenstände wie Gewürzregale oder Vasen auf eine Unterlage statt direkt auf die Fensterbank. So sammelt sich darunter kein Schmutz und Sie können die Fläche weiterhin regelmäßig reinigen.