Keller sind praktisch, aber feucht – besonders in älteren Gebäuden. Im Sommer strömt warme, feuchte Außenluft in den kühlen Keller. Sie gibt ihr Wasser an kalten Wänden, Rohren und dem Fußboden ab. Daraus entstehen feuchte Stellen, muffiger Geruch und schließlich Schimmel. Wer dort Kleidung, Möbel, Werkzeug oder Farben lagern will, muss die Luftfeuchtigkeit kontrollieren.
Die wichtigsten Regeln: Im Sommer nur früh morgens oder spät abends lüften, Möbel und Kartons nie direkt auf den Boden stellen und brennbare Flüssigkeiten in unzerbrechlichen Behältern aufbewahren.
Warum der Keller feucht wird
Warme Luft nimmt mehr Wasser auf als kalte. Strömt sie im Sommer in einen kühlen Keller, kühlt sie ab. Die Feuchtigkeit setzt sich an den kältesten Stellen ab: an Wänden, Rohren, dem Fußboden und allem, was dort lagert. Ältere Gebäude ohne moderne Abdichtung sind besonders betroffen, aber auch neuere Keller werden feucht, wenn sie zur falschen Zeit gelüftet werden.
Ein muffiger Geruch ist fast immer das erste Anzeichen, noch bevor Flecken sichtbar werden. Wer dann die Ecken und die Rückseiten der Regale prüft, findet den Anfang des Problems meist dort, wo die Luft schlecht zirkuliert. Sichtbare Schimmelflecken sollten Sie entfernen, bevor Sie weitere Dinge einlagern. Sonst setzen sich die Sporen an Kartons und Textilien ab.
Im Sommer morgens oder abends lüften
An einem heißen Julitag holt ein weit geöffnetes Kellerfenster die feuchte Sommerluft direkt in den Raum. Dort kondensiert das Wasser an den kalten Flächen. Der Keller wird feuchter als vorher. Wer tagsüber lüftet, verschlimmert das Problem.
Früh morgens oder spät abends ist die Außenluft kühler und trockener. Dann tauscht sich die Luft aus, ohne neue Feuchtigkeit einzutragen. Wer zusätzlich einen Luftentfeuchter nutzt, stellt ihn so auf, dass er frei ansaugen kann. Hinter Regalen oder in einer Ecke erreicht die feuchte Luft das Gerät nicht. Es arbeitet im Leerlauf.
Möbel und Kartons vom Boden holen
Kommoden, Kartons mit Winterkleidung, eine alte Matratze: Solche Dinge landen oft direkt auf dem Kellerboden, weil dort Platz ist. Der Boden ist aber die kälteste Fläche im Raum. Dort schlägt sich Feuchtigkeit zuerst nieder. Textilien und Holz ziehen das Wasser von unten ein. Sie werden klamm und fangen an zu riechen oder zu schimmeln.
Empfindliche Dinge gehören auf Paletten, Holzroste oder Regale. So bleibt Luft zwischen dem Boden und dem Lagergut. Sie sehen sofort, wenn Wasser eindringt oder sich Kondenswasser sammelt. Kleidung sollte in verschließbaren Behältern oder Kleidersäcken liegen und nicht offen auf Bügeln hängen. Werkzeug gehört in eine geschlossene Werkzeugkiste oder an eine Lochwand. In einer offenen Kiste am Boden rostet es bei feuchter Witterung. Auch zwischen Regalen und Außenwänden bleibt etwas Abstand, damit die Luft dahinter zirkulieren kann.
Farben und Lacke sicher lagern
Unbenutzte Wandfarbe, Lackreste und Lösungsmittel sind typische Kellervorräte. In feuchten Räumen rosten Blechdosen. Angebrochene Gebinde laufen aus oder verderben. Wichtiger ist die Brandgefahr: Viele dieser Produkte sind brennbar oder leicht entzündlich.
Bewahren Sie sie in unzerbrechlichen Behältern mit dicht schließendem Deckel auf. Am einfachsten sind die Originalgebinde aus Kunststoff oder Metall. Glasflaschen sind ungeeignet, weil sie zerbrechen können. Der Inhalt verteilt sich dann über den Boden. Prüfen Sie das Etikett. Steht dort, dass das Produkt leicht entzündlich ist, bleibt der Behälter verschlossen. Er kommt nicht in die Nähe von Zündquellen wie dem Sicherungskasten oder der Heizungsanlage. Papier, Kartons und Textilien sollten nicht direkt danebenstehen.
Fenster und Lüftungsschlitze freihalten
Ein Gefrierschrank vor dem Kellerfenster, ein Regal vor dem Lüftungsschlitz, ein alter Schrank direkt an der Außenwand: Solche Aufstellungen schaffen Platz. Sie blockieren aber den Luftstrom. Ohne Luftbewegung bleibt die Feuchtigkeit an den Wänden hängen. Genau hinter den Möbeln bilden sich die ersten Schimmelflecken, die lange niemand sieht.
Halten Sie Fenster und Lüftungsschlitze immer frei. Auch der Luftentfeuchter braucht einen Platz, an dem die Luft ungehindert zirkulieren kann. Prüfen Sie die Wände hinter den Regalen gelegentlich, weil sich dort ein Feuchtigkeitsproblem zuerst zeigt.
Wann Sie besser auslagern
Manche Keller werden auch mit der richtigen Lüftung und einem Entfeuchter nicht trocken. Dann hilft kein Umlagern, und einige Dinge gehören dort nicht hin. Bücher, Papier, Textilien aus Naturfasern und Elektronik leiden unter der Restfeuchte, die ein Altbaukeller selten ganz verliert.
Wenn die Wände dauerhaft feucht bleiben, ständig ein muffiger Geruch herrscht oder sich regelmäßig Kondenswasser bildet, sollten Sie wertvolle Stücke auslagern. Ein Selbstlagerungsraum ist dafür eine verlässliche Alternative. Wer den Keller dagegen dauerhaft nutzen möchte, muss die Abdichtung angehen lassen. Nachträgliches Abdichten von innen oder außen ist eine Baufrage, die ein Fachbetrieb klären sollte.