Fensterbänke werden schnell schmutzig: Staub setzt sich ab, Gießwasser hinterlässt Kalkflecken, beim Umtopfen rieselt Blumenerde herunter, und draußen kommen Pollen, Ruß und Vogelkot dazu. Regelmäßiges Reinigen verhindert, dass sich Schmutz und Kalk festsetzen und das Material auf Dauer angreifen.

Entscheidend ist das passende Reinigungsmittel für das jeweilige Material. Dann genügt eine einfache Routine.

Grundroutine für innen und außen

Entfernen Sie zuerst den losen Schmutz. Ein weicher Besen, ein Handfeger oder ein Staubsauger mit Bürstenaufsatz holt Staub, Pollen und trockene Erde zuverlässig weg. So verhindern Sie, dass Sie beim anschließenden Wischen feine Kratzer in die Oberfläche reiben.

Für die normale Reinigung genügt lauwarmes Wasser mit einem Spritzer Spülmittel. Wischen Sie die Fläche mit einem weichen, feuchten Tuch ab und trocknen Sie sie danach mit einem fusselfreien Tuch nach. Das Nachwischen ist wichtig, denn stehendes Wasser hinterlässt auf vielen Materialien Kalkränder. Bei Außenbänken wiederholen Sie die Reinigung nach starkem Regen oder Sturm, wenn sich Schmutz und Blätter angesammelt haben.

Pflanzenerde und Wasserflecken entfernen

Frische Pflanzenerde lässt sich meist einfach mit einem feuchten Tuch abwischen. Eingetrocknete Erde klebt dagegen fest. Weichen Sie die Stelle kurz mit warmem Wasser ein, lassen Sie das Ganze zwei bis drei Minuten einwirken und wischen Sie dann nach. Bei hartnäckigen Resten hilft eine weiche Bürste, aber nur auf robusten Oberflächen wie Kunststoff oder lackiertem Holz.

Wasserflecken entstehen durch Kalk im Leitungswasser. Wenn Sie die Bank nach dem Gießen nicht abtrocknen, bleiben weiße Ränder zurück. Diese lösen Sie mit etwas Essigwasser: ein Teil Essigessenz auf vier Teile Wasser. Wichtig: Essig gehört nicht auf Naturstein, denn die Säure greift die Oberfläche an. Für Naturstein nehmen Sie stattdessen einen speziellen Steinreiniger oder wischen gründlich mit klarem Wasser nach.

Materialgerecht reinigen

Naturstein

Natursteinbänke aus Granit, Marmor oder Schiefer reagieren empfindlich auf falsche Reiniger. Allzweckreiniger hinterlassen oft Rückstände, die die Poren verstopfen und dafür sorgen, dass die Bank schneller wieder verschmutzt. Verwenden Sie deshalb einen pH-neutralen Steinreiniger aus dem Fachhandel. Saure Mittel wie Essig oder Zitronensäure sind tabu, sie ätzen die Politur an. Nach der Reinigung können Sie die Bank mit einem speziellen Pflegeöl behandeln. Das versiegelt die Oberfläche und schützt vor neuen Flecken.

Holz

Holzfensterbänke brauchen besondere Vorsicht, denn zu viel Wasser lässt das Material aufquellen und den Lack oder die Lasur abblättern. Wischen Sie Holz nur leicht feucht ab und trocknen Sie es sofort nach. Bei behandelten Oberflächen genügt ein Tropfen Spülmittel im Wasser. Unbehandeltes Holz sollten Sie gar nicht nass wischen, sondern nur trocken abstauben und gelegentlich mit einem Holzpflegemittel behandeln. Wenn die Bank außen verbaut ist, prüfen Sie regelmäßig, ob der Anstrich noch intakt ist, denn eindringende Feuchtigkeit schädigt das Holz von innen.

Kunststoff

Kunststoffbänke sind am unkompliziertesten. Sie vertragen Spülmittel, milde Allzweckreiniger und sogar eine weiche Bürste bei hartnäckigem Schmutz. Vermeiden Sie scheuernde Schwämme und aggressive Chemikalien, die die Oberfläche matt werden lassen. Bei Vergilbung hilft ein spezieller Kunststoffreiniger, der die UV-Schäden teilweise rückgängig macht. Achten Sie darauf, das Mittel nicht auf angrenzende Dichtungen oder das Mauerwerk zu bringen.

Aluminium

Aluminiumbänke, die oft außen verbaut sind, haben eine schützende Beschichtung. Aggressive Reiniger oder Scheuermittel zerstören diese Schicht, und das Metall beginnt zu korrodieren. Verwenden Sie ausschließlich milde Reiniger mit neutralem pH-Wert und ein weiches Tuch. Bei Vogelkot oder hartnäckigem Schmutz weichen Sie die Stelle ein, statt zu schrubben.