Fett, Feuchtigkeit und Essensreste setzen Küchengeräten täglich zu. Die Rückstände sind nicht nur ein optisches Problem: Verschmutzte Geräte verbrauchen mehr Energie, riechen unangenehm und bieten Bakterien einen Nährboden. Wer die Geräte regelmäßig und richtig reinigt, verlängert ihre Lebensdauer und hält den Aufwand für die nächste Grundreinigung klein.
Die Fragen sind: Wie oft muss geputzt werden? Was ist bei Elektrogeräten erlaubt? Und wie bleibt der Geschirrspüler sauber, damit das Geschirr zuverlässig sauber wird?
Warum sich regelmäßiges Putzen auszahlt
Ein sauberer Kühlschrank hält Lebensmittel länger frisch, ein Geschirrspüler mit freiem Filter spült besser, und Geräte ohne Fett- und Kalkablagerungen arbeiten sparsamer. Wer die Geräte pflegt, spart Zeit beim nächsten Großputz, Energie und in manchen Fällen Reparaturkosten.
Stiftung Warentest empfiehlt, die Küche gründlich mindestens einmal im Jahr, besser zweimal, zu reinigen. Dazu gehören Oberflächen, Innenschränke und die Geräte selbst. Die Empfehlungen stammen aus dem Haushalts-Check der Stiftung, in dem Erfahrungen aus der professionellen Küche auf private Haushalte übertragen werden.
Reinigen Sie elektrische Küchengeräte nach den Herstellerhinweisen. Die Anleitungen sind auf die Materialien und die Technik des jeweiligen Geräts abgestimmt, und nur so bleiben Garantie und Funktion erhalten.
Die häufigsten Geschirrspüler-Fragen
Der Geschirrspüler ist das Gerät, bei dem sich falsche Gewohnheiten am schnellsten rächen: verstopfte Filter, Gerüche, trübe Gläser und fleckiges Besteck. Die folgenden Antworten decken die häufigsten Fehler ab.
Soll ich das Geschirr vorher von Hand abspülen?
Nein. Grobe Essensreste gehören in den Müll, nicht ins Spülbecken und nicht in die Maschine. Wer Teller und Töpfe vorher unter fließendem Wasser abspült, verschwendet Wasser und sorgt dafür, dass die Maschine unnötig viel spült. Angebackene Töpfe und eingetrocknete Speisen weichen Sie am besten in kaltem Wasser mit etwas Spülmittel ein, bevor sie in die Maschine kommen. Das löst die Reste, ohne dass Sie schrubben müssen.
Wie räume ich die Maschine richtig ein?
Damit das Wasser jedes Teil erreicht, gilt eine einfache Ordnung: Gläser, Tassen, kleine Teller und Dessertschalen gehören ins obere Fach, große Teller, Schüsseln, Töpfe und Pfannen ins untere. Die Teile dürfen sich nicht berühren, sonst bleiben Stellen ungespült. Wenn Sie die Maschine zu voll packen, hilft auch das beste Programm nicht weiter.
Besteck braucht eine eigene Regel: Silberbesteck und Edelstahlbesteck sollten Sie getrennt einsortieren, weil Edelstahl härter ist und Silber zerkratzen kann. Das gilt auch für die Besteckschublade und den Besteckkorb.
Wie dosiere ich Reiniger, Salz und Klarspüler?
Die Dosierung des Reinigers richtet sich nach den Angaben auf der Verpackung, nicht nach Bauchgefühl. Wer kein 3-in-1-Produkt verwendet, braucht zusätzlich Klarspüler und Enthärtersalz. Den Enthärter stellen Sie auf die Wasserhärte Ihres Leitungsnetzes ein, sonst kalkt die Maschine oder das Geschirr bleibt fleckig. Die örtliche Wasserhärte erfahren Sie beim Wasserversorger, oft auch online über die Postleitzahl.
Welches Programm passt?
Das Programm wählen Sie nach Geschirrart und Verschmutzungsgrad. Ein kurzes Programm spart Zeit, ist aber für stark verschmutzte Töpfe nicht geeignet. Umgekehrt ist ein Intensivprogramm für leicht verschmutztes Alltagsgeschirr übertrieben und verbraucht unnötig Strom und Wasser. Wer regelmäßig Töpfe und Auflaufformen spült, nutzt das Intensivprogramm gezielt dafür und das Normalprogramm für den Alltag.
Worauf Sie bei Elektrogeräten achten sollten
Bei allen Geräten mit Stromanschluss gilt: Vor der Reinigung den Stecker ziehen und keine Feuchtigkeit in die Öffnungen bringen. Die Herstellerhinweise haben Vorrang, weil sie auf die Materialien des jeweiligen Geräts abgestimmt sind.
Als sichere Grundausstattung für die meisten Geräte reichen ein weiches, leicht feuchtes Tuch und bei Bedarf ein mildes Spülmittel. Scheuermittel und raue Schwämme zerkratzen Oberflächen aus Edelstahl und Kunststoff, und aggressive Reiniger können Dichtungen angreifen. Bei Geräten mit Heizstäben, etwa Wasserkochern, sollten Sie außerdem regelmäßig entkalken, am besten nach Herstellerangabe. Eine dicke Kalkschicht verlängert die Aufheizzeit und erhöht den Stromverbrauch.
Wie oft die Küche eine Grundreinigung braucht
Mindestens einmal im Jahr, besser zweimal, sollte die ganze Küche gründlich gereinigt werden: Oberflächen, Innenschränke und Geräte. Zwischen diesen Grundreinigungen müssen einzelne Geräte häufiger angefasst werden. Ein Geschirrspüler, der täglich läuft, sammelt schneller Fett und Filterreste als ein Kühlschrank, der nur bei Bedarf ausgewischt wird. Wie oft ein einzelnes Gerät eine Reinigung braucht, hängt von Nutzung und Verschmutzung ab.
Wer nach jedem größeren Kochvorgang kurz die Arbeitsflächen und die sichtbaren Gerätefronten abwischt, hält den Aufwand für die Grundreinigung gering. Verschüttete Flüssigkeiten im Kühlschrank und Essensreste im Geschirrspüler sollten Sie nicht bis zum nächsten Großputz warten lassen, sondern direkt entfernen, solange sie frisch sind.