Kalk im Leitungswasser kommt in vielen Regionen Deutschlands häufig vor: Im Süden und Osten liegt die Wasserhärte meist über 20 Grad deutscher Härte (°dH), im Westen und Norden meist unter 14. Wasserkocher, Kaffeemaschine, Duschkopf und Waschmaschine setzen sich dadurch regelmäßig mit Kalkablagerungen zu.
Zum Entkalken eignen sich drei Mittel: Zitronensäure, Essig und fertige Markenentkalker. Sie unterscheiden sich im Preis und darin, welche Materialien und Bauteile sie angreifen. Zur Gerätepflege gehören außerdem Reinigen, Lagern und Trocknen.
Kaltentkalkung mit Zitronensäure
Zitronensäure schont Materialien am besten, wenn Sie Geräte kalt entkalken. Sie lösen das Zitronensäurepulver in Wasser auf, füllen die Lösung in das Gerät und lassen sie einwirken, ohne das Gerät zu erhitzen. Dazu zählen Wasserkocher und Duschkopf. Bei hartnäckigen Ablagerungen wiederholen Sie den Vorgang, danach spülen Sie gründlich nach.
Für die Heißentkalkung in Kaffeemaschinen ist Zitronensäure laut Fachhandel nicht geeignet. Beim Erhitzen kann sich Calciumcitrat bilden. Das ist ein schwer lösliches Salz, das sich zusätzlich in der Maschine festsetzt und die Leitungen verstopft. Verwenden Sie für die Kaffeemaschine besser ein Produkt, das für diesen Zweck vorgesehen ist.
Essig greift Dichtungen an
Essig oder Essigsäure entfernt Kalk zuverlässig und ist günstig. Ein Nachteil ist, dass die Säure Gummidichtungen und Silikonschläuche angreift. Mehrere Gerätehersteller raten deshalb davon ab, ihre Maschinen mit Essig zu entkalken. Wenn Ihr Wasserkocher keine Dichtungen enthält, spricht wenig dagegen. Bei Waschmaschine, Geschirrspüler oder Kaffeemaschine riskieren Sie mit Essig Schäden an Bauteilen, die später teuer zu reparieren sind. Wenn Sie Essig verwenden, verdünnen Sie ihn und spülen das Gerät danach mehrfach gründlich, damit kein Säuregeruch zurückbleibt.
Markenentkalker sind aufs Gerät abgestimmt
Fertige Entkalker aus dem Handel bestehen meist aus Milch- oder Zitronensäure und sind auf das jeweilige Gerät abgestimmt. Sie kosten mehr als Hausmittel, enthalten aber oft Zusätze, die Metallteile schützen und Rückstände besser lösen. Für Kaffeemaschinen und andere Geräte mit empfindlichen Leitungen ist ein Markenentkalker die sicherste Wahl. Beachten Sie die Dosierung auf der Verpackung und die Angaben des Geräteherstellers.
Wenige Reiniger reichen
Für den normalen Hausputz brauchen Sie keine große Sammlung an Spezialreinigern. Die Stiftung Warentest schreibt in ihrem FAQ zum Hausputz, dass wenige gut dosierte Mittel reichen, um hygienisch und umweltschonend zu putzen. Entscheidend ist die richtige Dosierung: Zu viel Reiniger hinterlässt Rückstände und belastet das Abwasser, zu wenig löst den Schmutz nicht. Bei Kalkflecken auf Armaturen hilft ein feuchtes Tuch mit etwas Zitronensäure oder Essig. Angebrannte Stellen auf dem Kochfeld lassen sich mit warmem Wasser und Spülmittel lösen, bevor Sie scheuern. Für streifenfreie Fenster genügt ein Glasreiniger oder Wasser mit einem Spritzer Spülmittel, abgezogen mit einem Gummiabzieher.
Wäsche und Geräte trocknen
Weil Feuchtigkeit Kalkablagerungen und Schimmel fördert, gehört das Trocknen zur Reinigung dazu. Leeren und trocknen Sie Wasserkocher und Kaffeemaschine nach dem Entkalken, damit kein Restwasser zurückbleibt. Duschköpfe und Armaturen wischen Sie nach dem Gebrauch ab, damit kein Kalk an der Oberfläche antrocknet.
Bei der Wäsche haben Sie die Wahl zwischen Lufttrocknung und Wäschetrockner. Seit Juli 2025 gilt für Wäschetrockner ein strengeres Energielabel, das die Effizienz besser vergleichbar macht. Wenn Sie einen neuen Trockner kaufen, lohnt der Blick auf dieses Label, weil die Verbrauchskosten über die Lebensdauer den Kaufpreis deutlich übersteigen können. Lufttrocknung spart Energie. Sie dauert aber länger und ist bei hoher Luftfeuchtigkeit nicht immer möglich. Auch Saugroboter mit Servicestation reinigen ihre Wischmopps selbst; bei einfacheren Modellen sollten Sie den Mopp nach der Reinigung abnehmen und trocknen lassen, damit er nicht müffelt.
Reiniger und Geräte richtig lagern
Reinigungs- und Entkalkungsmittel gehören in ihre Originalbehälter, weil auf der Verpackung die Inhaltsstoffe und Sicherheitshinweise stehen. Bewahren Sie die Mittel kühl, trocken und für Kinder unerreichbar auf. Mischen Sie niemals verschiedene Reiniger, besonders keine säurehaltigen Entkalker mit chlorhaltigen Mitteln. Dabei entstehen gefährliche Dämpfe.
Geräte lagern Sie am besten leer und trocken. Ein Wasserkocher, der mit Restwasser im Schrank steht, bildet mit der Zeit Kalk und manchmal auch Keime. Kaffeemaschinen sollten Sie vor längerer Lagerung entkalken und durchspülen. Den Wassertank sollten Sie ebenfalls leeren. Das Gleiche gilt für Duschköpfe, die Sie abgeschraubt aufbewahren: erst entkalken, dann trocknen, dann einlagern.