Im Kühlschrank setzen sich ausgelaufene Milch, Fleischsaft, Gemüsereste und Kondenswasser auf Fächern, Glasplatten und Einsätzen ab. Die klebrigen Rückstände ziehen Bakterien und Schimmel an. Regelmäßiges Reinigen verhindert unangenehme Gerüche und hält Lebensmittel länger frisch. Mit der richtigen Routine dauert das nur wenige Minuten. Auch hartnäckige Verkrustungen entfernen Sie ohne aggressive Chemie.

Warum der Kühlschrank schmutzig wird

Die Hauptursache für Schmutz im Kühlschrank ist Kondenswasser. Warme Raumluft nimmt mehr Feuchtigkeit auf als kalte Luft. Beim Öffnen der Tür strömt warme Luft ins Innere, kühlt dort ab und gibt die Feuchtigkeit an den Wänden, Glasplatten und Einsätzen ab. Dieses Wasser mischt sich mit Lebensmittelresten und bildet einen idealen Nährboden für Keime.

Dazu kommen direkte Verschmutzungen: Eine umgekippte Flasche, ein undichtes Fleischpäckchen oder vergessene Kräuter hinterlassen Flüssigkeiten, die auf den Böden antrocknen. Je länger solche Rückstände liegen, desto schwerer sind sie zu entfernen. Deshalb gilt: Kleckereien sofort wegwischen, nicht erst bei der nächsten großen Reinigung.

Wöchentliche Schnellreinigung

Für den Alltag reicht eine einfache Gewohnheit, die keine fünf Minuten dauert. Wischen Sie einmal pro Woche die sichtbaren Flächen mit einem feuchten Tuch ab, das Sie mit etwas Spülmittel angefeuchtet haben. Konzentrieren Sie sich auf die Stellen, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen: die Glasplatte über dem Gemüsefach, die Innenseite der Türfächer und die Ablageflächen, auf denen Flaschen stehen.

Kontrollieren Sie dabei auch den Ablauf am Boden des Kühlschranks. Das ist die kleine Öffnung oder Rinne, durch die Kondenswasser abfließt. Ist sie mit Schleim oder Essensresten verstopft, staut sich das Wasser und sammelt sich auf dem Boden. Ein Wattestäbchen oder eine Pfeifenreiniger-Bürste entfernt die Ablagerungen, danach spülen Sie die Rinne mit etwas warmem Wasser durch.

Grundreinigung Schritt für Schritt

Einmal im Monat sollten Sie den Kühlschrank komplett ausräumen und alle Fächer, Glasplatten und Einsätze einzeln reinigen. Der beste Zeitpunkt ist kurz vor dem Wocheneinkauf, wenn der Kühlschrank ohnehin fast leer ist, oder vor einem Urlaub, wenn Sie die Reste aufbrauchen können.

So gehen Sie vor:

  1. Schalten Sie den Kühlschrank aus und räumen Sie alle Lebensmittel heraus. Verderbliche Ware wie Milch oder Fleisch stellen Sie in eine Kühlbox oder in den Keller, falls es dort kühl genug ist.
  2. Nehmen Sie alle Glasplatten, Schubladen und Einsätze heraus. Legen Sie sie in die Spüle oder in die Badewanne.
  3. Reinigen Sie die leeren Innenwände mit warmem Wasser und etwas Spülmittel. Verwenden Sie ein weiches Tuch oder einen Schwamm, keine Scheuermittel oder Stahlwolle, die die Oberfläche zerkratzen.
  4. Waschen Sie die herausgenommenen Teile ebenfalls mit Spülmittel und warmem Wasser. Spülen Sie alles gründlich ab und trocknen Sie die Teile mit einem Tuch, bevor Sie sie zurückstellen.
  5. Wischen Sie die Innenwände und die Türdichtung mit klarem Wasser nach und trocknen Sie alles gut ab. Eine feuchte Umgebung begünstigt Schimmel.
  6. Stellen Sie die Fächer und Einsätze zurück und räumen Sie die Lebensmittel wieder ein. Nutzen Sie die Gelegenheit, um Abgelaufenes zu entsorgen.

Ein- bis zweimal im Jahr sollten Sie zusätzlich abtauen, wenn sich Eis an der Rückwand gebildet hat. Das Abtauen gehört zur großen Reinigung und senkt den Stromverbrauch, weil eine vereiste Rückwand die Kühlleistung verschlechtert.

Eingetrocknete Flecken lösen

Eingetrocknete Flecken auf Glasplatten oder Kunststoffeinsätzen lösen sich am besten durch Einweichen. Füllen Sie die Spüle mit warmem Wasser und etwas Spülmittel und legen Sie die betroffenen Teile für zehn bis fünfzehn Minuten hinein. Danach wischen Sie die meisten Rückstände mit einem Schwamm ab.

Für hartnäckige Verkrustungen hilft eine Paste aus Natron und etwas Wasser. Tragen Sie die Paste auf die betroffene Stelle auf, lassen Sie sie kurz einwirken und wischen Sie sie mit einem feuchten Tuch ab. Natron ist ein mildes Scheuermittel: Es macht keine Kratzer und lässt keine schädlichen Rückstände auf Flächen zurück, die später mit Lebensmitteln in Kontakt kommen.

Bei angebrannten oder sehr festen Rückständen auf Glasplatten können Sie die Platte mit einem feuchten Tuch abdecken und einige Minuten liegen lassen. Die Feuchtigkeit weicht die Kruste auf, danach können Sie sie leichter abziehen. Vermeiden Sie scharfe Gegenstände wie Messer oder Spachtel, die das Glas zerkratzen oder beschädigen.

Glas und Kunststoff schonend reinigen

Die meisten Kühlschrankfächer bestehen aus gehärtetem Glas oder Kunststoff, die Einsätze und Schubladen fast immer aus Kunststoff. Beide Materialien vertragen warmes Wasser und mildes Spülmittel problemlos. Was Sie vermeiden sollten, sind aggressive Reiniger mit Chlor, Scheuermilch mit groben Körnern und kochendes Wasser.

Heißes Wasser kann Kunststoffteile verformen, besonders dünne Schubladen oder Türfächer. Verwenden Sie daher lauwarmes Wasser, auch wenn Sie Verkrustungen einweichen. Bei Glasplatten ist die Gefahr geringer, aber ein plötzlicher Temperaturwechsel kann auch hier zu Spannungen führen und das Glas springen lassen.

Essig und Zitronensäure sind beliebte Hausmittel gegen Kalk und Gerüche, aber sie greifen Gummidichtungen auf Dauer an. Wenn Sie Essig verwenden möchten, verdünnen Sie ihn stark und wischen Sie die Dichtungen danach mit klarem Wasser ab. Für die regelmäßige Reinigung reicht Spülmittel völlig aus.

Wasseransammlungen beheben

Etwas Feuchtigkeit im Kühlschrank ist normal, besonders bei warmem Wetter oder wenn Sie die Tür häufig öffnen. Größere Wasseransammlungen auf den Böden oder in den Schubladen deuten jedoch auf ein Problem hin. Die häufigsten Ursachen sind ein verstopfter Ablauf, eine beschädigte Türdichtung oder falsch gelagerte Lebensmittel.

Prüfen Sie zuerst den Ablauf, wie oben beschrieben. Ist er frei, kontrollieren Sie die Türdichtung: Legen Sie ein Blatt Papier zwischen Dichtung und Gehäuse und schließen Sie die Tür. Lässt sich das Papier leicht herausziehen, schließt die Tür nicht richtig und warme Luft dringt ein. Eine defekte Dichtung müssen Sie ersetzen, das ist eine einfache Reparatur, die Sie selbst durchführen können.

Falsch gelagerte Lebensmittel verursachen ebenfalls Feuchtigkeit. Ungedeckte Gefäße geben Feuchtigkeit an die Luft ab, die sich dann an den Wänden niederschlägt. Decken Sie Flüssigkeiten und feuchte Lebensmittel ab oder bewahren Sie sie in geschlossenen Behältern auf. Lagern Sie Gemüse im dafür vorgesehenen Gemüsefach, das eine höhere Luftfeuchtigkeit hält und das Austrocknen verhindert.

Dauerhaft zu viel Feuchtigkeit wird zum Problem: Lebensmittel verderben schneller, Schimmel bildet sich an Wänden und Dichtungen, und der Stromverbrauch steigt, weil der Kühlschrank mehr arbeiten muss, um die Feuchtigkeit abzukühlen. Wer die Ursache früh behebt, spart sich später die aufwendige Schimmelentfernung.