Ein Abtropfgestell ist ständig Wasser und Spülmittelresten ausgesetzt. Trocknet das Wasser an der Luft, bleiben Kalk und Mineralien aus dem Leitungswasser als weiße Flecken auf dem Metall zurück. Dazu kommen Fettrückstände von Tellern und feuchte Stellen, die mit der Zeit unangenehm riechen.

Einfache Hausmittel entfernen Kalk und Wasserflecken. Wer das Gestell regelmäßig trocknet, verhindert die meisten Ablagerungen von vornherein.

Warum sich Kalk und Wasserflecken bilden

Leitungswasser enthält gelöste Mineralien, vor allem Calcium und Magnesium. Verdunstet das Wasser auf dem Abtropfgestell, bleiben diese Mineralien als helle, oft grauweiße Flecken zurück. Je härter das Wasser in Ihrer Region ist, desto schneller und deutlicher zeigen sich die Ablagerungen. Kalk entsteht auf dieselbe Weise, nur in dickeren Schichten: Er setzt sich dort ab, wo Wasser regelmäßig stehen bleibt, etwa in den Halterungen für Teller oder an der Ablaufschale unter dem Gestell.

Fett und Gerüche kommen aus dem Alltag dazu. Reste von Speiseöl haften an Tellern und Gläsern und landen beim Abtropfen auf dem Gestell. Gerüche entstehen, wenn Wasser in Ecken oder unter der Ablaufschale stehen bleibt und Speisereste dort anfangen zu zersetzen. Wer nur die sichtbare Fläche abwischt, übersieht genau diese Stellen.

Hausmittel gegen Kalk und Wasserflecken

Gegen Kalk und Wasserflecken helfen Säuren, weil sie die Mineralablagerungen auflösen. Zwei Hausmittel eignen sich besonders: Essig beziehungsweise Essigessenz und Zitronensäure. Beide lösen Kalk zuverlässig und sind deutlich günstiger als chlorhaltige Reiniger aus dem Handel. Für die normale Reinigung mischen Sie einen Teil Essigessenz mit drei bis vier Teilen Wasser oder lösen einen Teelöffel Zitronensäurepulver in einem Liter warmem Wasser auf.

Nicht jedes Material verträgt diese Säuren. Essig und Zitronensäure greifen Aluminium, ungeschützte Metalle und manche Beschichtungen an. Besteht Ihr Abtropfgestell aus Edelstahl, können Sie die Säuren bedenkenlos einsetzen. Bei Aluminium, lackierten oder beschichteten Gestellen prüfen Sie zuerst die Herstellerhinweise und verwenden im Zweifel nur Spülmittel und warmes Wasser.

Für eingetrocknete, dicke Kalkschichten hilft eine Paste aus Backpulver und etwas Wasser. Tragen Sie die Paste auf die betroffenen Stellen auf, lassen Sie sie einige Stunden einwirken und wischen Sie sie dann mit einem feuchten Tuch ab. Auch Cola enthält Säure und löst Kalk, hinterlässt aber Zuckerreste, die Sie danach gründlich abspülen müssen. Sie funktioniert, ist aber nicht die praktischste Lösung.

Das Gestell gründlich reinigen

Nehmen Sie das Abtropfgestell auseinander, wenn es aus mehreren Teilen besteht. Viele Modelle haben eine abnehmbare Ablaufschale, einzelne Einsätze oder Gummifüße. Diese Teile reinigen Sie am einfachsten in der Spüle oder in einem Eimer: Legen Sie sie in warmes Wasser mit Zitronensäure oder Essig und lassen Sie sie eine halbe Stunde einweichen. Danach lösen sich Kalk und Fett meist schon mit einem weichen Schwamm. Spülen Sie alles mit klarem Wasser ab und trocknen Sie die Teile, bevor Sie das Gestell wieder zusammensetzen.

Lässt sich das Gestell nicht zerlegen, arbeiten Sie direkt an Ort und Stelle. Besprühen Sie die Flächen mit der Essig- oder Zitronensäurelösung, lassen Sie sie kurz einwirken und wischen Sie mit einem Schwamm oder Tuch nach. Bei hartnäckigen Flecken wiederholen Sie den Vorgang oder verwenden die Backpulverpaste. Achten Sie darauf, auch die Unterseite der Stäbe und die Halterungen zu reinigen, dort sammelt sich am meisten Kalk.

Fett und Gerüche entfernen

Fettrückstände lösen Sie am besten mit warmem Wasser und Spülmittel. Das reicht in den meisten Fällen aus, weil Spülmittel Fett genau wie beim Geschirrspülen emulgiert, also in winzige Tröpfchen zerlegt, die sich abspülen lassen. Für angetrocknetes Fett verwenden Sie die Backpulverpaste, lassen Sie sie kurz einwirken und schrubben Sie mit einem Schwamm.

Unangenehme Gerüche haben fast immer eine feuchte Stelle als Ursache. Reinigen Sie deshalb nicht nur das Gestell selbst, sondern auch die Ablaufschale und den Bereich darunter. Essig oder Zitronensäure neutralisieren Gerüche zusätzlich, weil sie die Bakterien und Speisereste angreifen, die den Geruch verursachen. Nach der Reinigung muss alles gründlich trocknen, sonst kehrt der Geruch zurück.

Trocknen und wöchentlich reinigen

Der wirksamste Schutz gegen Kalk, Wasserflecken und Gerüche ist Trocknen. Schütteln Sie das Geschirr vor dem Abstellen kurz ab, damit weniger Wasser auf dem Gestell landet. Wischen Sie das Gestell nach dem Abtropfen mit einem trockenen Tuch ab oder lassen Sie es vollständig trocknen, bevor Sie es wegräumen. Die Ablaufschale leeren und wischen Sie regelmäßig aus, denn dort sammelt sich das Wasser mit allen gelösten Mineralien und Speiseresten.

Einmal pro Woche reicht eine kurze Reinigung mit der Essig- oder Zitronensäurelösung, um frische Ablagerungen zu entfernen, bevor sie sich festsetzen. Wer diese beiden Gewohnheiten einhält, muss das Gestell nur noch selten gründlich einweichen. Das spart Zeit und verhindert, dass sich hartnäckiger Kalk überhaupt erst bildet.