Die meisten Dunstabzugshauben haben einen wiederverwendbaren Metallfilter. Er filtert Fett aus der Küchenluft, bevor die Luft in die Haube strömt. Reinigen Sie ihn regelmäßig. Ersetzen müssen Sie ihn nur, wenn er sichtbar beschädigt ist oder sich trotz gründlicher Reinigung nicht mehr von Fett befreien lässt.
Bei Umluftbetrieb, also ohne Abluft nach draußen, bindet zusätzlich ein Aktivkohlefilter Gerüche. Faustregel: Metallfilter reinigen, Aktivkohlefilter wechseln.
Warum der Fettfilter sauber bleiben muss
Der Fettfilter hält das Fett zurück, das beim Braten und Kochen entsteht. Mit der Zeit setzt sich dieses Fett im Metallgewebe ab. Wenn Sie den Filter nicht reinigen, verschließt sich das Gewebe zunehmend. Die Luft strömt nur noch schwer hindurch. Die Haube verliert an Zugkraft, wird lauter, und Kochgerüche bleiben in der Küche. Fett, das der Filter nicht mehr zurückhält, legt sich als klebriger Film auf Schränke und Wände. Weil Fettablagerungen leicht brennen, wächst mit verschmutzten Filtern das Brandrisiko. Wenn die Haube schlechter zieht, lauter wird oder Gerüche länger bleiben, ist meist der Fettfilter die Ursache. Auch Fett im Inneren oder blockierte Abluftwege können dahinterstecken. Den Filter können Sie aber am einfachsten prüfen und reinigen.
Wann Sie den Fettfilter reinigen sollten
Wie oft die Reinigung nötig ist, hängt vom Kochverhalten ab. Wer täglich brät oder regelmäßig frittiert, reinigt den Filter alle ein bis zwei Wochen. Bei normalem Kochen reichen zwei bis vier Wochen. Wenn Sie selten kochen oder fettarm zubereiten, können die Abstände länger sein. Verlassen Sie sich nicht nur auf den Kalender: Sobald der Filter sichtbar fettig ist oder die Haube schlechter zieht, ist die Reinigung überfällig.
Metallfilter von Hand reinigen
Vor der Reinigung trennen Sie die Dunstabzugshaube vom Stromnetz. Ziehen Sie den Stecker oder schalten Sie die Sicherung ab. Dann lösen Sie die Verriegelung des Filters und ziehen ihn vorsichtig aus der Halterung. Bei den meisten Hauben klappt der Filter nach vorn oder Sie lösen ihn über eine Entriegelungstaste.
Legen Sie den Filter in ein Spülbecken mit heißem Wasser und etwas Spülmittel. Das heiße Wasser weicht angetrocknetes Fett auf. Lassen Sie den Filter so lange im Wasser liegen, bis sich das Fett mit einer weichen Bürste abbürsten lässt. Hartnäckige Ränder lösen sich oft nach einem zweiten Einweichen. Benutzen Sie keine Drahtbürste oder Stahlwolle, denn sie beschädigen Aluminiumgewebe. Spülen Sie den Filter unter klarem Wasser ab und lassen Sie ihn vollständig trocknen. Erst dann setzen Sie ihn wieder ein und verriegeln ihn.
Metallfilter im Geschirrspüler reinigen
Viele Metallfilter vertragen den Geschirrspüler. Stellen Sie den Filter aufrecht in den oberen Korb, damit das Wasser durch das Gewebe laufen kann. Ein heißes Programm mit normalem Reinigungsmittel löst das Fett aus dem Gewebe. Das erspart das Einweichen, aber der Spülgang passt nicht zu jedem Filter. Aluminiumfilter können durch aggressive Tabs und hohe Temperaturen anlaufen, während Edelstahlfilter den Spülgang meist problemlos vertragen. Prüfen Sie deshalb die Anleitung Ihrer Haube. Steht dort nichts zum Geschirrspüler, reinigen Sie den Filter von Hand. Nach dem Spülgang lassen Sie den Filter trocknen, bevor er zurück in die Haube kommt.
Wann der Metallfilter ausgetauscht werden muss
Ein Metallfettfilter hält nicht unbegrenzt. Nach jeder Reinigung lohnt der Blick aufs Material. Prüfen Sie den Filter im Gegenlicht und tasten Sie das Gewebe ab. Wenn einer dieser Punkte zutrifft, tauschen Sie den Filter aus:
- Risse oder Löcher im Metallgewebe. Durch sie strömt Fett am Filter vorbei in die Haube.
- Ein verbogener Rahmen. Der Filter liegt nicht mehr dicht an der Halterung.
- Rostflecken. Das Metall ist an diesen Stellen geschwächt und wird brüchig.
- Eine dicke, eingebrannte Fettschicht, die weder Einweichen noch Spülgang lösen. Der Filter ist gesättigt.
Ein beschädigter Filter lässt Fett in den Innenraum der Haube gelangen, wo es sich auf Motor und Lüfterrädern absetzt. Passenden Ersatz bestellen Sie über den Hersteller oder den Fachhandel. Ein defekter Filter gefährdet die Funktion der gesamten Haube.
Aktivkohlefilter wechseln oder regenerieren
Hauben ohne Abluft nach draußen führen die Luft im Umluftbetrieb zurück in den Raum. Sie haben zusätzlich zum Fettfilter einen Aktivkohlefilter, der Gerüche bindet. Nach einer gewissen Nutzungsdauer ist die Kohle gesättigt und nimmt keine Geruchsstoffe mehr auf. Den Aktivkohlefilter dürfen Sie nicht ins Spülbecken legen. Wasser und Spülmittel zerstören die Aktivkohle und damit ihre aufnahmefähige Oberfläche. Ersetzen Sie den Aktivkohlefilter nach den Angaben des Herstellers. Einige Modelle lassen sich nach Herstellerangaben regenerieren.
Reinigen Sie den Metallfilter regelmäßig, damit der Aktivkohlefilter nicht unnötig Fett aufnimmt. Fett verstopft die Poren der Aktivkohle und mindert ihre Fähigkeit, Gerüche zu binden. Wenn Kochgerüche trotz frisch gereinigtem Metallfilter in der Küche bleiben, ist der Aktivkohlefilter wahrscheinlich gesättigt und der Wechsel fällig.