Waschmittelreste, Weichspüler und Kalk setzen sich in der Schublade ab und bilden klebrige Beläge, dunkle Flecken und manchmal muffige Gerüche, die auf die Wäsche übergehen.
Zum Reinigen genügen warmes Wasser, eine weiche Bürste und etwas Geduld. Spezialmittel sind nicht nötig. Wichtig ist, die Schublade richtig zu entfernen. Daran scheitert die Reinigung bei vielen Modellen.
Schublade sicher entfernen
Die Waschmittelschublade sitzt in den meisten Maschinen in einer Führung und lässt sich komplett herausziehen. Bei vielen Modellen drücken Sie zuerst eine Entriegelungslasche in der Mitte der Schublade nach unten und ziehen die Schublade gleichzeitig zu sich heraus. Andere Geräte haben einen kleinen Hebel oder eine Taste an der Seite. Schauen Sie in die Bedienungsanleitung Ihrer Maschine, bevor Sie mit Gewalt ziehen. Wenn Sie die Lasche falsch behandeln, bricht sie schnell ab. Danach lässt sich die Schublade nicht mehr richtig einsetzen.
Ziehen Sie die Schublade langsam und gerade heraus. Wenn sie sich verkantet anfühlt, prüfen Sie, ob Sie die Entriegelung wirklich vollständig gedrückt haben. Bei einigen Maschinen müssen Sie die Schublade leicht anheben, während Sie sie herausziehen. Nach dem Entfernen sehen Sie die Oberseite der Schublade und das leere Fach in der Maschine.
Klebrige Rückstände lösen
Nehmen Sie nach dem Herausziehen die Siphonkappe ab. Das ist der obere, meist blaue oder weiße Einsatz im Fach für den Weichspüler. Sie sitzt oft nur lose auf und lässt sich nach oben abziehen. Darunter sammeln sich hartnäckige Reste, weil sich Weichspüler dort besonders leicht absetzt.
Füllen Sie ein Spülbecken oder eine Schüssel mit warmem Wasser und legen Sie die Schublade samt Siphonkappe hinein. Lassen Sie beide etwa zehn bis fünfzehn Minuten einweichen. Das löst eingetrocknete Waschmittelreste, ohne dass Sie kratzen müssen. Anschließend spülen Sie alle Teile unter fließendem warmen Wasser ab. Für fest sitzende Ablagerungen nehmen Sie eine weiche Bürste, zum Beispiel eine alte Zahnbürste oder eine Spülbürste mit Kunststoffborsten. Gehen Sie mit der Bürste in die Ecken und Kanten, dort bleiben die Rückstände besonders leicht hängen.
Verwenden Sie kein Metallwerkzeug und keine scheuernden Schwämme. Die Oberfläche der Schublade wird sonst rau, und an den Kratzern setzt sich beim nächsten Waschgang sofort wieder Schmutz fest. Warmes Wasser löst die meisten Rückstände ohne Zusätze. Bei sehr hartnäckigen Ablagerungen geben Sie einen Tropfen Spülmittel ins Wasser und spülen gründlich nach.
Das Fach in der Maschine reinigen
Nachdem Sie die Schublade herausgenommen haben, sehen Sie die Aussparung in der Maschine. Auch dort sammeln sich Waschmittelreste, die beim Spülen nicht abfließen. Wischen Sie das Fach zuerst mit einem feuchten Tuch aus. Für die Ecken und den Bereich hinter der Einspritzöffnung nehmen Sie eine kleine, nicht-metallische Bürste. Eine Zahnbürste oder eine schmale Flaschenbürste erreicht die Stellen, an die Sie mit dem Tuch nicht kommen.
Achten Sie darauf, dass kein Wasser in die Öffnung läuft, durch die das Waschmittel in die Trommel gespült wird. Wringen Sie das Tuch gut aus, bevor Sie das Fach auswischen. Wenn Sie eine Bürste verwenden, arbeiten Sie mit wenig Wasser. Zum Schluss trocknen Sie das Fach mit einem weichen Tuch ab, bevor Sie die Schublade wieder einsetzen. Feuchtigkeit im Fach begünstigt Schimmelbildung.
Ablagerungen vorbeugen
Sie müssen nicht nach jedem Waschgang die ganze Schublade ausbauen. Zwei einfache Gewohnheiten halten die Ablagerungen in Grenzen. Wischen Sie die Schublade nach dem letzten Waschgang des Tages mit einem trockenen Tuch aus, um überschüssige Feuchtigkeit und Waschmittelreste zu entfernen. Lassen Sie die Schublade danach einen Spaltbreit offen stehen, damit sie vollständig trocknen kann. Das verhindert, dass sich Reste festsetzen und Schimmel entsteht.
Einmal im Monat sollten Sie die Schublade herausnehmen und auf Rückstände prüfen. Wenn Sie viel Weichspüler verwenden oder die Maschine in einem feuchten Raum steht, reicht auch ein zweiwöchiger Rhythmus. Zusätzlich hilft ein leerer Waschgang bei hoher Temperatur mit einem handelsüblichen Maschinenreiniger oder einem Schuss Essig, um Reste in den Leitungen und im Fach zu lösen. Lesen Sie vorher die Herstellerangaben, denn Essig kann bei manchen Maschinen Dichtungen angreifen.